Chronologie

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9.-10. Jahrhundert
Existenz einer kleinen vorromanischen Dreiapsiden-Basilika (Vorläuferin der Walpurgiskirche)

1069
Ersterwähnung des Siedlungsnamens „adelesfelt“ – Urkunde Heinrichs IV. (Fuldaer Kaiserurkunde)

1076
„adelesfelt“ erneut urkundlich erwähnt – „Siedlung auf dem Feld des Adal

1122-1247
Herrschaft der thüringer Landgrafen (Ludowinger) über Oberhessen und Niederhessen

1165
Landgrafen von Thüringen drängen Vorherrschaft des Mainzer Bischofs/Erzstiftes zurück

1172-1190
Landgraf Ludwig III., ein Ludowinger

Um 1180
Marktsiedlung und Ausbau zur Burg durch Ludowinger

Um 1180
Münzstätte – Münzprägungen und Marktort

1190-1217
Landgraf Hermann I., ein Ludowinger

1215-1250
Hohenstaufer Friedrich II.

1217-1227
Landgraf Ludwig IV., thüringischer Landgraf, verheiratet mit der Heiligen Elisabeth

1220
Kaiserkrönung des Staufers Friedrich II.

1222 (13.03.1222)
Stadtgericht Grünberg am 13.03.1222: Eine Schenkungsurkunde erwähnt einen aus Alsfeld stammenden Bürger Grünbergs („Sifridus scabinus de Adelsfelt“), der in Grünberg die Funktion eines Schöffen ausübt.

1227-1247
Landgraf Heinrich Raspe IV., letzter Landgraf von Thüringen-Hessen

1231
Stadtgründung Alsfelds (Ziegenhainsche Urkunde: „burgenses in Adelsveld“ – „Baldemarus villicus“ (Alsfeld war eine thüringische Stadtgründung)

1233
Erster Beleg der Existenz einer Pfarrkirche (Alsfelder Stadtkirche) – Es besteht eine eigene Pfarrei

1234
Ältestes Stadtsiegel zeigt Landgraf Konrad von Thüringen ohne Kopfbedeckung auf einer Richterbank („Siegel des Schultheißen und der Bürger in Alsfeld“)

Ca. 1240-1260
Bau einer gotischen Basilika mit niedrigem Chor über dem romanischen Vorgängerbau

1247 (16.02.1247)
Landgraf Heinrich Raspe gestorben (letzter thüringischer Landgraf) – Hessen nunmehr getrennt von Thüringen – Alsfeld fällt an die Landgrafschaft Hessen

1247-1264
Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg

1254/1256-1273
Das Interregnum, die kaiserlose Zeit, eine „schreckliche Zeit“

1254 (13.07.1257)
Gründung des „Rheinischen Städtebundes“ (wurde bereits 1257 wieder aufgelöst)

1255
Die Stadt Alsfeld wird Mitglied im „Rheinischen Städtebund“ (59 Mitglieder)

1256 (09.04.1256)
Gründung des Augustinereremiten-Ordens (Papst Alexander IV.)

1256
Es gibt einen Münzmeister in Alsfeld: „monetarius Eckehard“ [HStAM 26 Nr. 111]

1263 (10.09.1263)
In Langsdorf bei Lich auf freiem Feld geschlossener Friedensvertrag („Langsdorfer Friedensvertrag“)

1270
In Alsfeld wird ein „rector scolarium“, ein Lateinlehrer / ein „Schulmeister“, eine (Latein-)Schule, nach Jäkel gab es in Alsfeld eine Lateinschule (kirchliche Einrichtung) neben einer „deutschen Schule

1270
Um die Dreiapsidenkirche entstehen Teile der Stadtkirche (Vorläuferin der Walpurgiskirche)

1272 (26.04.1272)
Angenrod („Ingerode“): Urkundliche Ersterwähnung des Ortes

1280-1290
Gründung des Augustinereremiten-Konvents und Bau des Augustinerklosters in Alsfeld

1292
Erhebung Heinrichs I. in den Reichsfürstenstand durch König Adolf von Nassau

1293
Eroberung von Altenburg durch Landgraf Heinrich I.

1294
Siechenhaus und eine dazu gehörige Kapelle, die der Heiligen Elisabeth geweiht ist, am Ingelbach vor dem Hersfelder Tor (Hospital, Krankenbetreuung, Armenbetreuung)

Um 1300
Älteste Stadtbefestigung (noch keine Stadtmauer, vermutlich Palisadenzaun)

1308 (1308-1328)
Landgraf Otto I.

1309
Augustiner-Eremiten: „Erster unmittelbarer urkundlicher Beleg“ für Existenz des Alsfelder Konvents

1312
Belagerung Alsfelds durch den Abt von Fulda

1319
Provinzialprior Heinrich von Friemar visitiert das Alsfelder Kloster und stellt am 11. Februar eine Urkunde aus: Aufnahme von Graf Johann von Ziegenhain wird in die Gemeinschaft aller geistlichen Werke aufgenommen.

1328 (1328-1376)
Landgraf Heinrich II. von Hessen „der Eiserne“

1341
In einem Dokument (Sommer 1341) werden Bürgermeister, Schöffen und Gemeinde genannt.

1346
Urkunde vom 22.07.1346: es werden Bürgermeister, Schöffen und Rat gleichzeitig genannt

1350 (03.09.1350)
Landgraf Heinrich II. gestattet Umleitung des Liederbachs durch Alsfeld

1350 (1350-1351)
Gebäude „Markt 2“: Bau der linken Gebäudehälfte – Ältester erhaltener Fachwerkbau Alsfelds

1336-1368
Errichtung des ersten Beinhauses

1351
Augustinerkloster: Provinzialversammlung der Augustiner in Alsfeld (sächsisch-thüringische Augustinerprovinz)

Seit 1355
Bildung der Zünfte: Das Bürgertum wird „tragende Schicht der Stadt“

1358
Bau des Hersfelder Tors

1359
Erstmals urkundliche Erwähnung einer Synagoge der jüdischen Gemeinde Alsfeld

1364 (20.05.1364)
Stadtbefestigung: Mainzer Tor-Turm erstmals erwähnt

1365 (24.04.1365)
Stadtbefestigung: Erstmalige urkundliche Erwähnung des Obertors

1365 (05.06.1365)
Urkundlicher Beleg: Landgraf Heinrich II. schenkt der Stadt den Frauenberg zur Anlage eines Friedhofs

1365 (01.08.1365)
Stadtbefestigung: Erstmalige urkundliche Erwähnung des Fulder Tors

1365
Bau der gotischen Friedhofskapelle

1368 (30.05.1368)
Ablassbrief für die Walpurgiskirche. Erstmals wird ein Karner bzw. ein Beinhaus am Kirchplatz erwähnt

1375
Bau des Ständerhauses in der Hersfelder Straße

1376-1413
Landgraf Hermann II. „der Gelehrte“ (seit 1367 Mitregent Heinrichs II. / seit 1376 alleiniger Landgraf von Hessen)

1384
Stadtbefestigung: Älteste Stadtmauer-Rechnung belegt: Neue Stadtbefestigung abgeschlossen (1.200 Meter lang, Wassergraben)

1386 (25.04.1386) (Sankt Markus)
Stadtbefestigung: Baubeginn Leonhardsturm

1386-1387
Altes Vorgänger-Rathaus im Rechnungsbuch der Stadt erwähnt (soll 1510 oder 1511 abgebrannt sein)

1392
Kirchplatz 10 – Erste Teile des Gebäudes entstehen in Ständerbauweise

1393 (16.05.1393) (Tag nach Himmelfahrt)
Walpurgiskirche: Neubau des Hoch-Chors

1394 (25.01.1394)
Walpurgiskirche: Einsturz des frühgotischen Kirchturms

1394 (07.05.1394)
Walpurgiskirche: Beginn des Neuaufbaus des Kirchturms

1394
Leprosenhaus zum Heiligen Kreuz („zu den guten Leuten“) vor dem Mainzer Tor in der Grünberger Straße, ein zweites Hospital

1395 (06.04.1395)
Fürstentag in Alsfeld

Um 1400
Klosterkirche (später: Dreifaltigkeitskirche): Baubeginn mit der Errichtung des Chors

1403
Gebäude „Markt 2“: Bau der rechten Gebäudehälfte

1410
Neubau der Siechkirche

1413-1458
Landgraf Ludwig I. von Hessen, „der Friedfertige“

1414 (16.06.1414)
Landgraf Ludwig bestätigt der Stadt „das Recht des Bierbrauens und des Weinausschanks

1414
Erstmalige urkundliche Erwähnung eines Alsfelder Brauhauses

1415-1418
Konstanzer Konzil (Jan Hus 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt)

1415-1436
Klosterkirche: Verlängerung des Kirchenschiffs sowie Bau des Seitenschiffs

1418(19.09.1418)
Reichsacht über Alsfeld verhängt durch Kaiser Sigismund

1422
Messbuch / Missale: Beginn mit der Arbeit im Augustinerkloster (bis 1501)

1423
Augustinerkloster: Provinzialversammlung der Augustiner in Alsfeld (sächsisch-thüringische Augustinerprovinz)

1427
Landgraf Ludwig I. besiegt das Erzbistum Mainz endgültig

1429 (25.01.1429)
Selbstverwaltung: Landgraf Ludwig I. verleiht der Stadt den „Korebrief“ (Grundlage der städtischen Verfassung bis 1822)

1431
Zünfte: Gründung der Metzgerzunft

1436
Klosterkirche: Bauliche Fertigstellung

1458
Erste Hessenteilung: Landgrafschaft Hessen wird unter die zwei Söhne Ludwigs I. aufgeteilt:
Landgraf Ludwig II. von Niederhessen (1458-1471)
Landgraf Heinrich III. von Oberhessen (mit Alsfeld) (1458-1483)
1483: Wilhelm I. von Niederhessen wird auch Herrscher von Oberhessen
1500: Wilhelm II., der seit 1493 über Niederhessen herrschte, wird jetzt auch Herrscher von Oberhessen und damit von ganz Hessen

1458
Die Synagoge der jüdischen Gemeinde steht nicht mehr

1465
Gebäude „Markt 2“: Errichtung des rückseitigen Gebäudeabschnitts zum Schwälmer Brunnen hin

1466 (23.03.1466)
Zünfte: Zunftbrief für die Alsfelder Leinenweber

1466
Pfarrkirche (später Walpurgiskirche): Anschaffung einer neuen Orgel

Ab 1474
Walpurgiskirche: die bestehende Basilika (1393) zu einer Hallenkirche umgestaltet

1492
Kolumbus entdeckt die neue Welt

1493-1509
Landgraf Wilhelm II. (der Mittlere), der Vater Philipps des Großmütigen, seit 1500 Regent von ganz Hessen

1497 (29.05.1497)
Landgraf Wilhelm III. (Oberhessen) verleiht das Recht, jeden Samstag einen „freien“ Wochenmarkt abzuhalten

1499 (09.04.1499)
Urkundlich belegter freier Pfingstmarkt in Alsfeld: Regest-Auszug aus Eduard Edwin Becker (1936): „[…]1499 Apr. 9. […] außer bei den drei freien Märkten, Sonntag nach Walpurgis, Pfingstmontag und Sonntag nach des h. Kreuz Tag Exaltacionis […]“ – Regest beim HStAD:
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3544453&icomefrom=search

1501 (23.03.1501)
Das Alsfelder Messbuch / Missale ist fertiggestellt (1422 bis 1501)

1501
Alsfelder Passionsspiel zum ersten Mal aufgeführt (insgesamt dreimal: 1501, 1511 und 1517)

1508
Bau des Schulgebäudes am vorderen Kirchplatz (Webersches Haus)

1508
Bau der steinernen Schwalmbrücke (Hersfelder Brücke)

1509  (1509/1518-1567)
Landgraf Philipp I. „der Großmütige“ (Regierungszeit: 1509-1567) (Lebenszeit: 13.11.1504-1567)

1510
Beinhaus: Bau / Fertigstellung des bis heute bestehenden (zweiten) Beinhauses

1512-1514
Tilemann Schnabel studiert Theologie in Wittenberg (bei Martin Luther)

1512
Rathaus: Baubeginn, Entstehung des „Steinernen Fußes“

1514
Rathaus: Beginn des Fachwerkaufbaus in der neuen Form des Rähmbaus

1514 (15.05.1514)
Rathaus: Zimmermannsvertrag  mit Meister Johan

1516
Rathaus: Fertigstellung des Äußeren

1516
Rathaus: Abschluss der Zimmerarbeiten (April 1516)

1516 (27.04.1516)
Rathaus: Weißbindervertrag

1517 (31.10.1517)
Martin Luther: 95 Thesenanschlag in Wittenberg – Beginn der Reformation (ab 1524 offiziell in Alsfeld)

1517
Zünfte: 8 Zünfte in Alsfeld

1518 (01.02.1518)
Tilemann Schnabel wird ins Präsidium des Provinzialkapitels berufen (einer von drei)

1520
Kaiserwahl Karl V.

1521

Tilemann Schnabel (vermutlich) Prior des Augustinerklosters

1521 (12.04.1521)
Luthers in Alsfeld auf seiner Reise zum Wormser Reichstag (Zweistündiger Aufenthalt des Luther-Trosses)

1521 (17.04.1521)
Reichstag in Worms (Luther vor Karl V.)

1521 (30.04.1521)
Luther in Alsfeld (auf der Rückreise von Worms), auf dem Weg von Grünberg nach Hersfeld

1521 (26.05.1521)
Ausfertigung des Wormser Edikts, das über Luther die Reichsacht verhängte

1523 (Anfang Juli 1523)
Landgraf Philipp der Großmütige residiert in Romrod – Treffen in Romrod mit Tilemann Schnabel

1523
Tilemann Schnabel verlässt Alsfeld fluchtartig (auf Anweisung des Landgrafen. Durfte 1526 zurückkehren.)

1524-1525
Bauernkrieg (Bauernaufstand blutig niedergeschlagen)

1525 (27.05.1525)
Hinrichtung von Thomas Müntzer (Anführer der Bauern)

1526 (August 1526)
Speyrer Reichstag

1526 (21.10.1526-23.10.1526)
Homberger Synode – Einberufung der Landstände durch Philipp der Großmütigen

1526
Landgraf Philipp führt in Hessen die Reformation durch

1526
Tilemann Schnabel darf wieder in Alsfeld predigen („erster evangelischer Pfarrer“ in Alsfeld)

1527 (30.05.1527)
Gründung der Universität in Marburg (Landgraf Philipp)

1527
Aufhebung des Augustinerklosters (als Folge der Reformation)

1529
Universität Marburg: 1. Stipendiatenordnung (Einrichtung einer „Stipendiatenanstalt“) als Teil der Universitätsgründung

1529
Das Marburger Religionsgespräch scheitert (Philipp I., Luther, Melanchthon, Zwingli)

1533 (14.01.1533)
Landgraf Philipp schenkt der Stadt das Augustinerkloster zur Nutzung als Hospital (die Übereignungsurkunde folgt am 24.06.1566)

1534
Umzug der Kranken ins neue Spital

1536 (20.03.1536)
Stiftungsurkunde Philipps des Großmütigen für (Neugründung der) Alsfelder Lateinschule

1536
Rathaus: Elle am Rathaus (60 cm / 24 Zoll) „aus Gründen der Marktgerechtigkeit“ angebracht

1537
Tilemann Schnabel wird Superintendent der Landgrafschaft

1538 (15.01.1538)
Weinhaus: Meister Hans von Frankfurt wird mit dem Bau des Weinhauses beauftragt (im Sommer 1539 fertiggestellt)

1539 (18.05.1539)
Erlass einer neuen Stipendiatenordnung (Stipendium)

1541-1543
Bücking-Haus: Errichtung des Gebäudes

1542
Walpurgiskirche: Achteckgeschoss und Renaissancehaube auf dem Kirchturm fertiggestellt (Aufsetzen der „Welschen Haube“)

1543
Seit 1543 ist das Amt des Scharfrichters / Wasenmeisters nachweisbar

1547-1553
Streit um den Hombergwald / Homberg (er ging Alsfeld zu zwei Drittel verloren)

1553-1554
Verfüllen des Stadtgrabens (Wassergraben) zugunsten neuen Baulands und  weiterer Gartenanlagen

1555
Augsburger Religionsfriede

1558
Druck der Alsfelder Luther-Bibel (bei Hans Luft in Wittenberg)

1559 (27.09.1559)
Tilemann Schnabel gestorben

1560
Der Alsfelder Konrad Matthäus (1519-1580) wird erstmals Rektor der Philipps-Universität Marburg

1560
Pranger: Befestigung des Halseisens am Weinhaus

1561
Winholt-Haus errichtet (seit 1652 Apotheke am Rathaus)

1564-1571
Hochzeitshaus: Bau des steinernen Gebäudes durch Steinmetzmeister Hans Meurer

1567 (31.03.1567)
Tod Philipps des Großmütigen – die Folge: Aufteilung der Landgrafschaft unter 4 Söhnen
1567-1583: Landgraf Philipp II. von Hessen-Rheinfels
1567-1592: Landgraf Wilhelm IV. „der Weise“ von Hessen- Kassel)
1567-1596: Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt (Residenz Darmstadt)
1567-1604: Landgraf Ludwig IV. von Hessen-Marburg (Residenz Marburg – mit Alsfeld)

1567
Alsfeld gehört seit 1567 zur Marburger Linie in Hessen (nach dem Tod Landgraf Philipps)

1569-1575
Errichtung des Großen Brauhauses auf dem heutigen Schwälmer Brunnen-Grundstück

1570
Zünfte: Zunftbrief der Alsfelder Metzger

1574
Zünfte: 8 Zünfte in Alsfeld (Wollenweber, Leinenweber, Schneider, Schuhmacher, Bäcker, Metzger, Löwer (Gerber), Schmiede)

1577
Türmer: Die Akten des Stadtarchivs erwähnen erstmals einen Türmer

1583
Rathaus: Fachwerkgeschosse mit Schiefer verkleidet – kein „Sinn für Schönheit“)

1585
Anlage des Liedenteichs unter Bürgermeister Johannes Schlanhof

1586
Das „Collegium musicum in Alsfeld wird erstmals urkundlich erwähnt

1586
Rathaus: Zwei eiserne Öfen in der Ratsstube installiert

1590
Das Schulhaus am Kirchplatz erhält Anbau nach dem Pfarrhaus hin

1591
Älteste Vedute Alsfelds – Stadtansicht von Wilhelm Scheffer, genannt Dilich

1591
Rathaus: Neue Spindeltreppe vom ersten ins zweite OG

1595
Erlass einer neuen Feuerverordnung

1596-1626
Landgraf Ludwig V. (der Getreue / der Treue) von Hessen-Darmstadt

1598
Edikt von Nantes

1604
Aussterben der Linie Hessen-Marburg  – Alsfeld fällt nach dem Tod des kinderlosen Ludwig IV. an Hessen-Darmstadt, Marburg fällt an Hessen-Kassel

1604
Hessenteilung: Hessen-Darmstadt vs. Hessen-Kassel (Niederhessen)

1604
Rathaus: Renaissancetür des Gerichtsraums / Standesamts von Michael Finck / Fink

1605
Rathaus: Türschloss zur Gerichtsstube von Curt Obermann

1605
Wilhelm Dilich: Beschreibung der Stadt Alsfeld in „Hessische Chronica, 1605“

1607
Universität Gießen – Gründung (hessisch-darmstädtische Landesuniversität)

1609
Stumpf-Haus errichtet (um 1800 hieß das Haus „Bückingsches Haus“)

1610
Die Friedhofskapelle bzw. Frauenkirche erhält eine Außenkanzel (die vom Beinhaus)

1611
Errichtung eines „neuen Galgen“ auf den Galgenköppel

1613
Alsfelder Pestverordnung / Pestepidemieverordnung durch den Alsfelder Rat

1615
Einweihung der Lateinschule

Um 1615
Der „Katzenberg“ (Ruhlkirchen, Ohmes, Seibelsdorf, Vockenrod) wird im Zuge der Gegenreformation wieder katholisch

1618
Walpurgiskirche: Kanzel der Kirche geschaffen von Michael Fink

1618-1648
Dreißigjähriger Krieg – (erreicht Alsfeld erstmals im Jahr 1622)

1622 (30.05.1622)
Herzog Christian von Braunschweig mit großem Heer (32.000 Mann) vor dem Fulder Tor

1626-1661
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt (Regierungszeit)

1626
Hungersnot, Inflation, große Teuerung in Alsfeld

1629
Judenordnung

1635/1636
Ausbruch der Pest fordert große Opfer

1636
Schwedische Truppen ziehen durch Alsfeld

1637  (07.06.1637)
Schlacht bei Ohmes / Gefecht bei Ohmes

1638
Verwüstung von Leusel und Eudorf durch schwedische Truppen

1643
Lutherbibel im Besitz der Scharfrichterfamilie Hamel

1644
Hessenkrieg (Hessen-Darmstadt im Bund mit dem Kaiser gegen Hessen-Kassel im Bund mit den Schweden)

1646 (30.09.1646 – 05.10.1646)
Belagerung, Beschießung, Eroberung Alsfelds (General Geiso) niederhessischen Truppen

1646 (05.10.1646)
Feuersturm“ (General Geiso) – Sprengung des Mainzer Tors

1648
Westfälischer Friede

1650 (31.01.1650)
Gnadenerlass des Landgrafen Georg II. für die Stadt Alsfeld (finanzielle Entlastung)

1650 (29.05.1650)
Judenkonvent

1650 (20.09.1650)
Befreiung von den Wolfsjagddiensten durch Georg II.

1653 (16.06.1653)
Feierliche Neugründung der Universität Marburg

1655
Stadtphysikus Johann Bartholomäus Schleiermacher (Arzt) urkundlich erwähnt

1660
Stiftung des Stam Volckmar aus Lauterbach für den Wiederaufbau der Dreifaltigkeitskirche

1661 (1661-1678)
Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (Regierungszeit)

1661
Bau des „Kleinen Brauhauses“ im Schnepfenhain (rechts der Dreimannsgasse)

1664
Dreifaltigkeitskirche: Aus Mitteln der Volkmarschen Stiftung und Spenden wieder hergestellt

1664 (19.06.1664)
Dreifaltigkeitskirche: Großes Einweihungsfest nach der Renovierung

1664
Dreifaltigkeitskirche: Die Kirche der Augustineremeriten wurde nach der Renovierung der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht

1666 (1666-1680)
„Bierkrieg“: Es geht um die Braurechte der Bürger. Der Rat beharrt auf Privilegien.

1668 (18.09.1668)
Landgraf Ludwig VI.: „Unfreier Markt“ wird „offener freier Jahrmarkt“ („Geburtsurkunde Pfingstmarkt“)

1674
Christkindwiegen: Erstmalige urkundliche Erwähnung

1674
Wasserleitung: Erdtauche / Rappelkanal in der Mainzer Gasse

1675
Das Weinhaus wird zum städtischen Wirtshaus

1677
Vor dem Rathaus wurde ein Triller errichtet

1677
Schnappgalgen (Gaak) am Ludwigsplatz wird repariert

1678
Mutter Ernst Ludwigs übernimmt für 10 Jahre, bis 1688, vormundschaftliche Regierung

1678 (1678-1739)
Landgraf Ernst Ludwig: Lebenszeit: 15.12.1667-1739 (Ölgemälde im Rathaus)

1679 # Anzahl der Kühe (169)

1680
Die „Landgräfin“ besucht Alsfeld

1687
Minnigerode-Haus bzw. Forsthof erbaut

1687
Neurath-Scheune: Baubeginn

1688
Neurath-Haus erbaut (Renaissance-Fachwerk)

1690 (03.10.1690)
Einführung der Spatzenfangverordnung

1690
Alsfeld wird Poststation (Route: Frankfurt/Main-Leipzig)

1694
Streit um Wässerungsrecht mit Liederbachwasser

1698
Abbruch des Schulgebäudes und Neubau am Kirchplatz (?)

1704
Anwerbung von Rekruten für den Landgrafen

1708/1709
Jahrtausendwinter

1709
Bau der Walkmühle (Tuchmacher, Wollenweber)

1713
Bau des Bleicherhauses (wurde bis 1819 als Schützenhaus genutzt)

1717 (10.04.1717)
Landgraf Ernst Ludwig erneuert qua Urkunde Branntweinmonopol der Stadt (zur Bekämpfung der Armut)

1721
Auswanderungswelle (nach Ungarn)

1721-1722
Landgraf Ernst Ludwig errichtet Jagdlager in Romrod (Jägertal / Göringer Tal)

1722-1723
Renovierung der Walpurgiskirche

1734
Wirtschaft: Hans Jakob Bücking gründet kleines Handelsunternehmen (Handelshaus Bücking)

1737 (24.02.1737)
Johanna Maria Elisabeth Merck geboren

1739 (1739-1768)
 Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt (Jagdleidenschaft) (Ölgemälde im Rathaus)

1740 (1740-1748)
Österreichischer Erbfolgekrieg

1740 (1740-1749)
Wasserversorgung: Verlegung von Brunnenleitungen

1740
Friedrich II. vorn Preußen (1740-1786) – Friedrich der Große

1749
Die Erlen entstehen durch Überflutung der Schwalm

1753
Wasserversorgung: (Private) Wasserleitung zum Rentamt / Präsidentenhof in der Untergasse

1756-1763
Siebenjähriger Krieg (Maria Theresia / Hessen-Darmstadt / Frankreich vs. Friedrich II. / Hessen-Kassel / England)

1757-1762
Wiederholte „Aufenthalte“ fremder Truppen in Alsfeld

1760 (Zwischen 1760 und 1770)
Auswanderungen nach Russland (Anwerbung durch Katharina II.)

1762
Dreifaltigkeitskirche durch Siebenjährigen Krieg ruiniert

1764
Die Familie Dr. Franz Christian Merck und Johanna Merck ziehen von Darmstadt nach Alsfeld

1764
Johanna Merck seit 1764 in Alsfeld literarisch tätig (Lyrik, Prosa)

1767
Dreifaltigkeitskirche nach Siebenjährigem Krieg renoviert

1767
Erlass einer „Laternenordnung“ durch Ludwig VIII.

1770-1885
Postgebäude in der Obergasse 14

1772
Johann Jakob von Moser beginnt mit der Arbeit an Verwaltungsreformen

1773 (04.11.1773)
Todestag / Sterbedatum der Johanna Maria Elisabeth Merck. Am 06.11.1773: Bestattung

1776
Unabhängigkeitserklärung der USA

1777
Minister von Moser: Gründung einer Oberlandkommission – Hebung der Landwirtschaft / Bodenkultur

1782
Familie Dr. Franz Christian Merck zieht mit seiner zweiten Ehefrau Justine Christiana, geb. Klipstein, in die Kaplaneigasse (Pfaffsche Hof)

1786
Die hessischen Landstände opponieren 1786 gegen den fürstlichen Absolutismus

1787
Auswanderung ohne Erlaubnis wird unter Strafe gestellt

1789
Französische Revolution. In der Folge Revolutionskriege (Ende des Absolutismus)

1789 (15.11.1789)
Benjamin Minnigerode wird verhaftet und begeht auf Transport nach Romrod Selbstmord

1790 (06.04.1790-1830)
Landgraf Ludwig X. (Hessen-Darmstadts erster Großherzog seit 1806: Ludewig I.)

1790
Verwaltungsneugliederung: Landgraf Ludwig X. etabliert 3 Provinzen (Rheinhessen, Starkenburg, Oberhessen)

1792-1797
Franzosenkriege: In Alsfeld Einquartierungen, Fouragierungen, Kriegsfuhren

1793
Einquartierung hessischer und preußischer Truppen in Alsfeld

1796-1799
Französische Truppen liegen 578 Tage in Alsfeld (1799 verlassen letzte Franzosen Alsfeld)

1796
Rathaus: Beide hinteren Rathaustürme abgebrochen)

1803 (01.06.1803-06.06.1805)
Alsfeld ist Garnisonsstadt

1806
Erlen: Karl Dieffenbach schafft Erlenanlage / Bau der Erlenanlage

1806-1813
Rheinbundakte (17.07.1806: 16 deutsche Fürsten schließen mit Napoleon Vertrag über die Gründung des Rheinbundes)

1806 (07.08.1806)
Karl Dieffenbach bittet Landgraf Ludwig X., eine Zeitung (Intelligenzblatt der Stadt Alsfeld) herausgeben zu dürfen

1806-1817
Napoleonische Feldzüge

1807 (09.03.1807)
Rathaus: Gemeinderatsbeschluss, die vorderen Rathaustürme abzubrechen (Rathaus bis 1888 ohne Türme)

1809-1823
Stadtbefestigung: Abriss der Stadttore

1809
Stadtbefestigung: Abbruch Fulder Tor (es war marode, ist in großen Teilen eingefallen)

1810
Gewerbefreiheit in Preußen (Stein-Hardenberg’sche Reformen)

1810
Es gibt eine jüdische Gemeinde / Juden in Alsfeld (genaues Datum unbekannt)

1811
Stadtbefestigung: Abbruch des Obertorturms

1811
Kontinentalsperre durch Napoleon

1812-1832
Romrod ist Kreisstadt (Landrat residiert in Romrod)

1812
Wirtschaft: Gründung der Tabakfabrik Köster

1813 (16.10.1813-19.10.1813)
Völkerschlacht bei Leipzig (Russen, Preußen, Österreich besiegen Napoleon)

1813
Auflösung des Königreichs Westfalen

1813-1815
Krieg: Verbündete Truppen ziehen durch die Stadt

1813 (seit 1813)
Wirtschaft: Zunehmende Verarmung der Wollenweber

1814
Wirtschaft: Gründung der Tuchmanufaktur und Maschinenspinnerei Kick & Schwarz in Altenburg

1815 (18.06.1815)
Schlacht bei Waterloo

1815-1848
Vormärz

1815-1866
Deutscher Bund (35 Fürstentümer und 4 freie Städte: Hamburg, Bremen, Lübeck, Frankfurt)

1816/1817
Hungersnot / Hungerjahr (Ausfuhrverbot für Kartoffeln und Mehl)

1816
Jahr ohne Sommer (Der Ausbruch des Tambora in Indonesien 1815 führte zum „Jahr ohne Sommer“. Kälte, Missernten, Hunger

1817 (18.10.1817)
Wartburgfest (300 Jahre nach Luthers Thesenanschlag / 4. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig)

1817-1827
Friedrich Ludwig Follenius amtiert in Romrod (zumeist als Landrat)

1817
Gewerbefreiheit erstmals im Großherzogtum / Rheinhessen (nicht in Oberhessen) (Siehe: 1810)

1817
Karl Dieffenbachs „Geschichte der Stadt Alsfeld“ erscheint in Gießen

1818 (16.-18.10.1818)
Gründung „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“

1818
Karl Follen (Romrod) klagt im Auftrag hessischer Gemeinden gegen die Landesregierung

1818
Wirtschaft: Markt / Wöchentlicher Fruchtmarkt

1819
Ermordung des Dichters August von Kotzebue durch den Theologiestudenten Karl Ludwig Sand

1819
Karlsbader Beschlüsse auf Betreiben Metternichs (Überwachungsinstrument)

1819
Juden: Antisemitische Hep-Hep-Krawalle

1820 (17.12.1820)
Verabschiedung der Verfassung des Großherzogtums (nahezu 100 Jahre hessisches Grundgesetz)

1820
Hessische Verfassung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt tritt in Kraft

1821
Juden: (neue) Judenordnung, erlassen vom Großherzog

1821 (30.06.1821)
Selbstverwaltung: Erlass der neuen Gemeindeordnung im Großherzogtum

1821
Stadtbefestigung: Abbruch des Mainzer Torturms

1821
Der Landratsbezirk Romrod wird gebildet (Landkreis, Landrat) – neue Verwaltungsbezirke

1821
Gesetz über die Auswanderung im Großherzogtum Hessen

1821
Landratsbezirke Schotten, Grünberg, Kirtorf und Romrod

1823
Stadtbefestigung: Abbruch des Hersfelder Torturms

1824 (24.08.1824)
Wirtschaft: Wilhelm Eduard Hyppolite (1799-1878) – Bürgeraufnahme als Fabrikant in Alsfeld

1824 (01.11.1824)
Karl Follen nach New York (USA)

1824
Beinhaus: Aus dem Gewölbekeller des Beinhauses werden 14 Wagenladungen Gebeine entfernt

1824
Beginn des Chausseebaus (geradlinig, entwässerbar, überwindbar / Verkehr schneller und beständiger)

1824
Gründung der Kasino-Gesellschaft (Kasino-Neubau: 1846)

1824 (seit 1824)
Verstärkte Auswanderungen nach Brasilien und Nordamerika

1825 (18.01.1825)
Wirtschaft: Tabakfabrikant Hermann Bücking – Bürgeraufnahme in der Stadt Alsfeld

1825-1835
Walpurgiskirche: Reparaturarbeiten am Kirchturm

1825 (25.09.1825-1871)
Bürgermeister Gerhard Jakob Ramspeck (1793-1880) im Amt durch Dekret des Großherzogs Ludewig I.

1825
Wirtschaft: Tabakproduktion in Alsfeld

1826 (08.05.1826)
Juden: Auftrag des Landrats (Romrod) an den Bürgermeister Alsfeld: Zustandsprüfung der Judenbäder in Alsfeld

1826 (17.06.1826)
Juden: Anordnung des Romröder Landrats: die drei Judenbäder in Alsfeld sind zu verschütten, unbrauchbar machen

1826
Einwohnerzahl Alsfeld: 3595

1827
Kleines Brauhaus: Verkauf an Anton Freundlieb

1829 (01.10.1829)
Verlegung des Landratssitzes von Romrod nach Alsfeld (Kreisstadt)

1830 (1830-1848)
Großherzog Ludwig II. (Regierungszeit)

1830 (28.03.1830)
Paganini in Alsfeld

1830
Bauernunruhen in Oberhessen

1830
Julirevolution in Frankreich

1830 (September 1830)
Oberhessischer Bauernaufstand

1831
Einwohnerzahl Alsfeld: 3785

1832 (29.01.1832)
Gründung „Deutscher Vaterlandsverein“

1832 (27.05.1832)
Hambacher Fest – Schwarz-Rot-Gold auf Hambacher Schloss

1832 (01.07.1832)
Gasthaus „Stern“: Versuch, das Lesen von Zeitungen zu gestatten

1832
Walpurgiskirche: 16 Kastanien um die Walpurgiskirche herum gepflanzt

1832
Alsfeld wird Kreisstadt (1832 entstand der Kreis Alsfeld)

1833 (01.01.1833)
„Anzeige-Blatt für den Kreis Alsfeld“ (OZ-Vorläufer) – Gründung der Oberhessischen Zeitung (OZ)

1833 (03.04.1833)
Wachensturm: Sturm auf die Frankfurter Hauptwache radikaler Studenten

1833-1834
Walpurgiskirche: Umbau der Walpurgiskirche (OZ, 30.08.2023)

1833
Juden: Alsfelder Judengemeinde besitzt eine Synagoge in der Metzgergasse, Haus Nr. 323

1833
Gründung der Alsfelder Kasinogesellschaft

1834 (05.04.1834)
Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig (Butzbacher Rektor) wird strafversetzt nach Ober-Gleen

1834
Wirtschaft: Steindruckerei Siedentopf

1834
Druck des Hessischen Landboten (Hrsg.: Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig)

1834
Gründung: Deutscher Zollverein (Abbau von Handelshemmnissen)

1835 (03.06.1835)
Wirtschaft: Gründungsversammlung Alsfelder Kreissparkasse / Spar- und Leihkasse

1835 (24.04.1835)
Friedrich Ludwig Weidig wird in Ober-Gleen verhaftet und nach Darmstadt gebracht

1835
Erste Eisenbahnfahrt (Dampflok) in Deutschland von Nürnberg nach Fürth

1836
Wirtschaft: Bau der Druckerei Ehrenklau

1836
Wirtschaft: Gründung des Gewerbevereins im Großherzogtum Hessen (Siehe: 13.01.1862)

1836
Walpurgiskirche: Falschinformation / angeblich sei Kirchturm um ein Geschoss verkürzt worden / mitnichten

1837 (23.02.1837)
Selbstmord Friedrich Ludwig Weidigs (in Darmstadt) nach schweren Misshandlungen

1837
Wirtschaft: Anmeldung der Pfeifenfabrik (gegenüber der „Erholung“) von August Ernst Waldeck (1919 Liquidation)

1837
Aufhebung der Lateinschule, Einstellung des Unterrichts. Endgültig geschlossen als Schulform (Regierungsentscheid) (Siehe: 1270)

1837
Erfindung der Daguerreotypie (Fotografie)

1839 (September1839)
Einrichtung der ersten städtischen Straßenbeleuchtung (Test: eine Öllampe „Am Kreuz“)

1839
Gründung des Singvereins (in 1848 neuer Vereinsname: „Liederkranz-Harmonie“)

1839
Wirtschaft: Gründung der Firma Tabakfabrik Hypolitte

1840 (ab 1840)
Wirtschaft: Beginn der Industrialisierung in Alsfeld (Wirtschaft: Textil und Holz)

1840 (13.02.1840)
Minnigerode-Haus: Meier Wallach kauft in Alsfeld den Forsthof (Minnigerode-Haus)

1840
Wirtschaft: Gründung der Spinnerei und Weberei Keck

1840-1843
Weinhaus: Umbauarbeiten – Schwere romanisierende Doppelfenster angebracht – Weinhausbild zerstört

1840
Gründung des Veteranenvereins

1840 (um 1840)
Juden: In Alsfeld, Metzgergasse, wird die Israelitische Religionsgemeinde gegründet

1841-1842
Luthertürmchen wiederhergestellt

1842
Erwerb der Originalhandschrift des Alsfelder Passionsspiels (als Tütenpapier verkauft)

1842
Rathaus: Der Weinwirt aus dem Weinhaus wird im EG des Rathauses untergebracht

1844
Gründung einer Handwerkerschule in Alsfeld, „die aber wieder einging“ [Jäkel]

1844
Weberaufstand

1845 (13.01.1845)
Wirtschaft: Eröffnung der Handwerks-Zeichenschule im Hochzeitshaus

1845
Getreideausfälle, Kartoffelkrankheit

1846
Bau des Kasinos, Club- und Gesellschaftshaus der Alsfelder Kasinogesellschaft

1847 (04.06.1847)
Beschluss des Stadtvorstands: Aufhebung der Zeichenschule

1847 (08.02.1847)
Abbruchbeschluss des angeblichen landgräflichen Schlosses (eher: Abbruchbeschluss des Amtsgebäudes)

1848 (seit 1848)
Zahlreiche Vereinsgründungen

1848 (24.02.1848)
Februarrevolution in Paris / Ausrufung der Republik / führte zur Abdankung des Königs

1848 (11.03.-15.03.1848)
Aufhebung der Karlsbader Beschlüsse

1848 (13.03.1848)
Gründung der Alsfelder Bürgerwehr nach Exzess am 12.03.1848

1848 (13.03.-15.03.1848)
Aufstand in Wien – Rücktritt Metternichs

1848 (18.03.-19.03.1848)
Barrikadenkämpfe in Berlin

1848 (31.03.1848)
Vorparlament in der Paulskirche (574 Delegierte)

1848 (18.05.1848)
Eröffnungssitzung in der Paulskirche – 5 Fraktionen: Linke / Republikaner / Zentrum / rechtes Zentrum / rechte Konservative.

1848 (18.05.1848-30.05.1849
Eröffnung der ersten deutschen Nationalversammlung (Zum ersten Mal frei gewählte Vertreter aller deutschen Stämme)

1848 (24.05.1848)
Paulskirche: Nationalversammlung schafft Verfassungsausschuss zur Erarbeitung der Grundrechte

1848 (28.06.1848)
Paulskirche: Unter von Gagern Zentralgewaltgesetz (Provisorische Zentralgewalt als neue Exekutive)

1848 (11.07.1848)
Paulskirche: Einzug des Reichsverwesers

1848 (18.09.1848)
Paulskirche: Blutige Unruhen, Barrikadenkämpfe – Bundestruppen beauftragt, Aufstand niederzuschlagen

1848 (18.09.1848)
Frankfurter Aufstand gegen das Paulskirchenparlament (Septemberaufstand)

1848 (09.11.1848)
Robert Blum (Gegenrevolution) standrechtlich erschossen

1848 (22.12.1848)
Erstes Probeblatt des Blattes „Wächter an der Schwalm“

1848-1877
Landgraf Ludwig III.

1848
Alsfeld wird Sitz des Regierungsbezirks (1848-1852)

Wird fortgesetzt, ergänzt, wenn nötig korrigiert.

[Stand: 02.04.2024]