10 Jahre Aufbauarbeit in Alsfeld

Von Assessor Georg Kratz, Bürgermeister der Kreisstadt Alsfeld (1959) Wenn man sich mit der Aufbauarbeit der letzten 10 Jahre in unserer Stadt Alsfeld befasst, so muss man, ob man will oder nicht, bei einer solchen Rückschau kurz einen Blick auf den Zweiten Weltkrieg und seine Folgeerscheinungen werfen, weil man nur dann die ungemein großen Schwierigkeiten… 10 Jahre Aufbauarbeit in Alsfeld weiterlesen

100 Jahre Alsfelder Pfingstsingen

Von Hermann Bender, Alsfeld (1964) „So sei gegrüßt vieltausendmal,holder, holder Frühling …“Von Hoffman von Fallersleben Der Freude über den wiedereingezogenen Frühling alljährlich im Lied Ausdruck zu verleihen, nichts anderes soll das Pfingstsingen sein, ist alte deutsche Sitte. Wenn die Alsfelder Sänger dazu ihre Lieder an einem hohen christlichen Festtag erschallen lassen, dann soll der Dank… 100 Jahre Alsfelder Pfingstsingen weiterlesen

100 Jahre Touristenclub Gut zu Fuß e.V. — Vereinsgeschichte und Höhepunkte

Franz Payer, 1. Vorsitzender, Alsfeld (2008) Aus der Vereinsgeschichte In den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden in den deutschen Mittelgebirgslandschaften die ersten Wandervereine. In Alsfeld und Umgebung fanden sich bereits Anfang des 20. Jahrhunderts immer wieder junge Männer zu sonntäglichen Wanderungen zusammen. Die ersten Gedanken zur Gründung eines Wandervereins in Alsfeld kamen… 100 Jahre Touristenclub Gut zu Fuß e.V. — Vereinsgeschichte und Höhepunkte weiterlesen

125 Jahre Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld

Von Hauptbrandmeister Helmut Knierim, Alsfeld (1979) Die Gründung des Freiwilligen Feuerwehr-Korps in Alsfeld 1853/1854 Im Mittelalter waren die Zünfte gemäß der vom Rat der Stadt Alsfeld im Jahre 1595 erlassenen „Ordenung in Feuerschnoden” für die Brandbekämpfung mit unzureichenden Gerätschaften zuständig. Danach bestand von 1765 bis 1854 eine Bürgerfeuerwehr, die sich aus verpflichteten Bewohnern der Stadt… 125 Jahre Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alsfeld weiterlesen

175 Jahre TV Alsfeld

Von Walter Fricke und Dr. Rainer Kehm, Alsfeld (2024) Unser Verein feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum auf das nicht sehr viele Vereine in der Region zurückblicken können. Unser Gruß gilt allen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern unseres Vereins. 175 Jahre TV Alsfeld – immer in Bewegung Unter dieses Motto haben wir das… 175 Jahre TV Alsfeld weiterlesen

25 Jahre Alsfelder Musikschule

Von Dr. Norbert Hansen, Alsfeld (2010) Wie alles begann Das musisch-kulturelle Leben einer Kleinstadt dokumentiert sich in der Öffentlichkeit am auffälligsten durch Auftritte traditionsreicher Gesangsvereine, Posaunenchöre und vielleicht eines Spielmanns- und Fanfarenzuges der Feuerwehr. Seltener dagegen sind – sofern im städtischen Spektrum vorhanden – Darbietungen eines Streich- oder Sinfonieorchesters, die zudem von deutlich weniger Aktiven… 25 Jahre Alsfelder Musikschule weiterlesen

50 Jahre Alsfelder Kammerorchester

Von Dr. Norbert Hansen, Alsfeld (2011) Streicher-Ensembles haben in Alsfeld eine gute Tradition: Dank engagierter Musiklehrer konnten zu allen Zeiten Kinder und Jugendliche über privaten Unterricht und am Gymnasium (früher Oberrealschule) für das Spielen eines Streichinstruments gewonnen werden. Damit war die Voraussetzung gegeben, sich auf Initiative von Musiklehrern auch zum Musizieren in der Gruppe zusammenzufinden.… 50 Jahre Alsfelder Kammerorchester weiterlesen

50 Jahre Kulturgemeinde Alsfeld — Wechselvolle Geschichte eines Vereins mit großer Bedeutung für das kulturelle Leben der Stadt

Von Dr. Norbert Hansen, Alsfeld (2001) Frühe Spuren und Gründung Eigentlich wäre die Erinnerung daran, dass am 1. Oktober 1951 eine „Kulturgemeinde Alsfeld“ unter der lfd. Nummer 40 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Alsfeld eingetragen worden ist, keiner besonderen Erwähnung wert gewesen. Doch der in früher Nachkriegszeit liegende Ursprung dieser beispielhaften Kulturinitiative in einer deutschen… 50 Jahre Kulturgemeinde Alsfeld — Wechselvolle Geschichte eines Vereins mit großer Bedeutung für das kulturelle Leben der Stadt weiterlesen

500 Jahre Alsfelder Strebe — Das Alsfelder Rathaus und sein Fachwerk

Von Michael Hölscher, Alsfeld (2012) Fällt der Name „Rathaus Alsfeld“, dann handelt es sich um kein unbekanntes Gebäude. Nicht nur in Hessen, sondern auch in Deutschland und über die Grenzen hinweg dürfte es bekannt sein, handelt es sich doch um eines der schönsten Fachwerkrathäuser, die es gibt. 1512-1516 erbaut, erheben sich auf einem Sandsteinsockel zwei… 500 Jahre Alsfelder Strebe — Das Alsfelder Rathaus und sein Fachwerk weiterlesen

500 Jahre Alsfelder Strebe — Das Alsfelder Rathaus und sein Fachwerk

Von Michael Hölscher, Alsfeld (2012) Fällt der Name „Rathaus Alsfeld“, dann handelt es sich um kein unbekanntes Gebäude. Nicht nur in Hessen, sondern auch in Deutschland und über die Grenzen hinweg dürfte es bekannt sein, handelt es sich doch um eines der schönsten Fachwerkrathäuser, die es gibt. 1512-1516 erbaut, erheben sich auf einem Sandsteinsockel zwei… 500 Jahre Alsfelder Strebe — Das Alsfelder Rathaus und sein Fachwerk weiterlesen

525 Jahre Alsfelder Pfingstmarkt

Von Michael Rudolf, Alsfeld (2024) Dass die Alsfelder feiern können, haben sie in ihrer traditionsreichen Geschichte oft bewiesen. Die Feierlichkeiten gründeten nicht selten auf den früher durch die Landesherren verliehenen Märkten, die der Versorgung, dem Warenaustausch und vor allem zur Beförderung der Wirtschaftskraft sowie der Ausbildung des Wohlstandes der Bevölkerung in Stadt und Land dienten.… 525 Jahre Alsfelder Pfingstmarkt weiterlesen

80 Jahre Turnverein Alsfeld (1849-1929)

Von Karl Weitz, Alsfeld (1929) Seid echte Jünger Jahns, im Sturm bewährt,Und haltet rein des Turners Wappenschild;In Geist und Art seid Euer Väter Ebenbild,Dann seid Ihr ihres hehren Erbes wert.Dann wird – das hoffen alle – unser TurnvereinAllzeit ein Hüter deutschen Volkstums sein. Die Veranlassung zur Bildung eines Turnvereins in Alsfeld gaben Fabrikanten und Kaufleute,… 80 Jahre Turnverein Alsfeld (1849-1929) weiterlesen

Als die Amerikaner kamen — Das Ende des Krieges und die Besetzung Alsfelds am 30.03.1945

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1974) Stimmen unsere Erinnerungen? Im Jahre 1948 beschloss der Geschichts- und Altertumsverein, die Ereignisse beim Einmarsch der Amerikaner am 30. März 1945 [30.03.1945] sowie das Kriegsende in Alsfeld in Form einer „nachträglichen“ Chronik festzuhalten, um damit eine Quelle für die Geschichte Alsfelds zu schaffen, weil außer mündlichen Überlieferungen keine Unterlagen… Als die Amerikaner kamen — Das Ende des Krieges und die Besetzung Alsfelds am 30.03.1945 weiterlesen

Alsfeld

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Mittelpunkt der Beckenlandschaft ist die an der Schwalm gelegene Stadt Alsfeld (268m ü. N.N.). Sie blickt auf eine reiche geschichtliche Vergangenheit zurück, schaut aber auch zielbewusst in die Zukunft und ist sich ihrer Mittelpunktfunktion bewusst. Die Siedlung Alsfeld wurde wahrscheinlich als Hofsitz während der Karolingerzeit im 8./9. Jahrhundert errichtet.… Alsfeld weiterlesen

Alsfelder Justiz im 18. Jahrhundert — Aus dem Gerichtsbuch von 1736–1747

Von Karl Dotter, Alsfeld (1931) Am 21. Oktober des Jahres 1740 lud die Gerichtsglocke vom hohen Kirchturme herab die Herren des löblichen Stadtgerichtes zu einer Sitzung auf dem Rathause ein. Im alten Gerichtszimmer versammelten sich die 12 Ratsschöffen der Stadt, unter denen der fürstliche Stadt- und Amtsschultheiß Georg Friedrich Meyer [01] den Vorsitz führte. Dieser… Alsfelder Justiz im 18. Jahrhundert — Aus dem Gerichtsbuch von 1736–1747 weiterlesen

Altenburg (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Zwei Kilometer südlich von Alsfeld liegt an der Schwalm das Dorf Altenburg (267m ü. N.N.), das von einem Schloss auf steilem Bergsporn überragt wird. Schon im 12. Jahrhundert stand hier eine Burg der Herren von Altenburg (1193 Aldinburg), die sie wohl als Lehen der Äbte von Fulda trugen. Der… Altenburg (1965) weiterlesen

Altenburg (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Durch Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben hat sich die Struktur des ursprünglichen Bauerndorfes zu einem gewerblich orientierten Stadtteil entwickelt. Er wird von einem Schloss überragt, das auf steilem Bergsporn hoch über der Schwalm liegt. Schon 1178 stand hier eine Burg der Herren von Altenburg, die sie wohl als Lehen… Altenburg (1997) weiterlesen

Angenrod (1965)

Von Gerald Lohwasser, Ehringshausen (1965) Angenrod (292 m ü. NN) liegt dort, wo die Bundesstraße 62 das Antrifttal quert. Es hat 628 Einwohner (Stand: 06.06.1961). 1272, 1339 und 1369 hören wir von Ingerode, 1450 von Ingerade‚ 1574 Von Ingeraide und 1750 Von Angelrot. Im frühen 14. Jahrhundert kam das Hofgut Angenrod in den Besitz der… Angenrod (1965) weiterlesen

Angenrod (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Angenrod, am Übergang der Straße von Marburg nach Alsfeld über die Antrift aus einer Wasserburg und einem Hofgut als Siedlungskern entstanden, wurde im 13. Jahrhundert „Ingerode“ genannt. Im frühen 14. Jahrhundert kam das Hofgut in den Besitz der Herren von Werda gen. Nodung, die für das Dorf und die… Angenrod (1997) weiterlesen

Ansprache zum Pogromgedenken am 9. November 2023 und — Verlesung der Namen deportierter und ermordeter Alsfelder Juden

Von Pfarrer Peter Remy, Alsfeld (2023) Gedenken, Erinnern, ist immer konkret. Deshalb will ich am Anfang erinnern an das, was hier, wo wir jetzt stehen, heute vor 85 Jahren geschah: In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in Deutschland 1400 Synagogen. Auch in Alsfeld brannte das jüdische Gotteshaus, hier, wo wir jetzt… Ansprache zum Pogromgedenken am 9. November 2023 und — Verlesung der Namen deportierter und ermordeter Alsfelder Juden weiterlesen

Aus Anlass eines Jubiläums – Phänomenologische Anmerkungen zum 125. Jahrestag der Gründung des Gymnasiums in Alsfeld (Oberhessen)

Von Hans-Günter Marcieniec, Romrod (1986) Die nachstehenden Überlegungen erfolgen aus der Sicht eines Lehrers, der während des letzten Fünftels der 125 Jahre ohne Unterbrechung an der Albert-Schweitzer-Schule tätig gewesen ist, seit vielen Jahren zudem als Leiter ihres Schulseminars und Fachleiter mit erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichem Arbeitsschwerpunkt am Studienseminar fürs Lehramt an Gymnasien in Fulda – als… Aus Anlass eines Jubiläums – Phänomenologische Anmerkungen zum 125. Jahrestag der Gründung des Gymnasiums in Alsfeld (Oberhessen) weiterlesen

Aus dem Archiv eines alten Alsfelder Adelsgeschlechts — [von Rotsmann]

Von Prof. Dr. Eduard Edwin Becker (1922) Im Landgräflich Hessischen Archiv zu Philippsruhe bei Hanau wird eine Sammlung von Urkunden aufbewahrt, die für die Alsfelder Geschichte von höchster Wichtigkeit ist. Sie bildete einst das Familienarchiv einer alten adligen Familie Alsfelds, der Rotzmul, Raitzmul, die sich seit dem 16. Jahrhundert Rathsmann, Rotsmann nannte und später unter… Aus dem Archiv eines alten Alsfelder Adelsgeschlechts — [von Rotsmann] weiterlesen

Aus der Baugeschichte der Walpurgiskirche zu Alsfeld

Von Dr. Eduard Edwin Becker, Alsfeld (1905) Bei der jetzigen Erneuerung des Kirchendachs unsrer Walpurgiskirche wurden abgesehen von Urkundenfunden, die nur zeitlich mit der Renovation zusammenfallen, zwei interessante Beiträge zur Baugeschichte der Kirche gefunden, der eine aus sehr früher Zeit, der andere nicht weit über 100 Jahre alt. Bei dem Abbruch der Dächer über den… Aus der Baugeschichte der Walpurgiskirche zu Alsfeld weiterlesen

Aus der Fremde – In die Fremde

Vortrag von Dr. Monika Hölscher, Alsfeld, beim „Christkindwiegen“ am 24.12.2023 auf dem Turm der Walpurgiskirche Ich denke, dass Menschen schon immer, seit es sie gibt, auf Wanderschaft waren oder auf der Flucht: Sei es, weil sie vertrieben wurden, oder weil sie wegen Krieg und Hunger, Klima und Wetter ihr Glück in der Fremde suchten. Auch… Aus der Fremde – In die Fremde weiterlesen

Ausgesperrt!

„… als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt …“ [… im Februar 2024]

Beinhaus wurde Stadtarchiv – Neue Heimstätte für das „Gedächtnis der Stadt“ Alsfeld

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1983) Was lange währt, wird endlich gut, könnte man sagen; denn genau 15 Jahre, nachdem der ehrenamtliche Leiter des Stadtarchivs Alsfeld im Oktober 1967 zum ersten Male dem Magistrat seine Gedanken zur Schaffung neuer zeitgemäßer Räume für das Stadtarchiv vorgetragen hatte, konnte endlich das für die Aufnahme des städtischen Archivs… Beinhaus wurde Stadtarchiv – Neue Heimstätte für das „Gedächtnis der Stadt“ Alsfeld weiterlesen

Berfa (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Das am Rande des stark bewaldeten Knüllgebirges inmitten eines abwechslungsreichen Hügellandes und am Fuße des sagenumwobenen Bechtelsberges‚ auch „Hessischer Blocksberg“ genannt, liegende Berfa wurde 1282 als „superior Berfe“ bezeichnet, abgeleitet von dem Bachnamen Biberaffa = Bieberwasser. Berfa, das sich längs des gleichnamigen Baches hinzieht‚ bietet mit seinem ländlichen Idyll… Berfa (1997) weiterlesen

Berfa besteht seit über 700 Jahren

Von Konrad Kaufmann, Berfa (2007) 1982 feierte Berfa vom 11.-20. Juni mit einem umfangreichen Festprogramm sein 700-jähriges Jubiläum. Zum Festkommers, am Freitag, den 11. Juni, konnte der Ortsvorsteher, Konrad Kaufmann, zahlreiche Ehrengäste und Persönlichkeiten aus der Stadt, dem Kreis und den benachbarten Orten begrüßen, die auf unterschiedlichste Weise mit Berfa verbunden sind. Seine besonderen Grüße… Berfa besteht seit über 700 Jahren weiterlesen

Berfaer Chronik — Ein Streifzug durch die Geschichte eines kleinen hessischen Dorfes

Von Konrad Kaufmann, Berfa (2007) Das Dorf Berfa war bis zur Eingliederung in die Stadt Alsfeld 1972 eine eigenständige Gemeinde, gehörte vor dieser Gebietsreform verwaltungsmäßig zum Kreis Ziegenhain, zählt aber landschaftlich nicht mehr zum Schwalmgebiet. Die oberhessische Berg- und Hügellandschaft, als Ausläufer von Vogelsberg und Rhön, gibt der Gemarkung ihr Gepräge. Eingebettet in das Tal… Berfaer Chronik — Ein Streifzug durch die Geschichte eines kleinen hessischen Dorfes weiterlesen

Billertshausen (1965)

Von Gerald Lohwasser, Ehringshausen (1965) An der Einmündung eines Baches in die Antrift erstreckt sich Billertshausen (295m ü. N.N.) mit 251 Einwohnern (Stand: 06.06.1961). Es besaß eine Waldschmiede, die noch 1574 als Waldschmittenhof belegt ist. Billertshausen ist Pfarrdorf mit Zell als Filiale; Gotteshaus und Friedhof auf dem Getürms werden zusammen mit Angenrod benutzt. Das lockere… Billertshausen (1965) weiterlesen

Billertshausen (1997)

Von Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Das lockere Haufendorf im Antrifttal gilt als eine landwirtschaftlich-gewerbliche Mischgemeinde. Der Ort hatte einst eine Waldschmiede, die noch 1574 als Waldschmittenhof belegt ist. Im Mittelalter gehörte es zum Kirchspiel Getürms. Heute ist Billertshausen Pfarrdorf mit Zell, Angenrod und Heimertshausen als Filialen. Kirche und Friedhof auf dem Getürms werden zusammen mit… Billertshausen (1997) weiterlesen

Das 800-jährige Stadtjubiläum beruhte auf einer Falschübersetzung. Nach dem Gutachten vom Hessischen Staatsarchiv: Axel Haltenhof verlangt eine Reaktion

Von Axel Pries (Oberhessen-Live, 26. März 2024) ALSFELD – Hat die Stadt Alsfeld ihr 800-jähriges Jubiläum zu früh gefeiert? Im Gespräch ist schon länger, dass die dem offiziellen Gründungsdatum zugrunde liegende Urkunde nicht die richtige ist – sondern erst eine neun Jahre später ausgestellte – also 1231. Im April 2023 stellte das Hessische Staatsarchiv Darmstadt… Das 800-jährige Stadtjubiläum beruhte auf einer Falschübersetzung. Nach dem Gutachten vom Hessischen Staatsarchiv: Axel Haltenhof verlangt eine Reaktion weiterlesen

Das Alsfelder „Storksnest“ — Ein Alsfelder Abenteuer vor 110 Jahren

Von Heinrich Dittmar, Alsfeld (2008)Vortrag anlässlich des „Christkindwiegens“ auf dem Turm der Walpurgiskirche im Jahr 2008 Vorwort Vor 28 Jahren, also in 1980, hatte ich erstmals die Ehre, auf dem Turm der Walpurgiskirche zu sprechen. Als Thema hatte ich mir die „Befestigungsanlagen der Stadt Alsfeld“ ausgesucht. Meine Quellen waren damals die Mitteilungen des Geschichts- und… Das Alsfelder „Storksnest“ — Ein Alsfelder Abenteuer vor 110 Jahren weiterlesen

Das Alsfelder Erlensingen

Von Hermann Bender, Alsfeld (1964) (ausführliche Fassung) Im Jahre 1930 trat die Leitung des Deutschen Sängerbundes (DSB) an die Gesangvereine mit der Aufforderung heran, alljährlich, am letzten Sonntag des Monats Juni, einen „Deutschen Liedertag“ durchzuführen: Es sollten an diesem Tag die Gesangvereine in ihren Heimatorten vor die Öffentlichkeit treten und deutsche Lieder, insbesondere Volkslieder, der… Das Alsfelder Erlensingen weiterlesen

Das Alsfelder Kammerorchester

Von Thomas Walter, Alsfeld (2024) Das Alsfelder Kammerorchester wurde 1961 gegründet und vereint ambitionierte Laienmusiker, fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Musikschule. Die Proben finden in der Regel mittwochs in 14-tägigem Rhythmus in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule, Schillerstraße 1, statt. Als reines Streicherensemble widmet sich das Alsfelder Kammerorchester der Orchesterliteratur aus verschiedenen… Das Alsfelder Kammerorchester weiterlesen

Das Alsfelder Missale

Von Pastor Dr. Bruno Jordahn, Hamburg-Altona (1962) Vorbemerkung Während eines Besuches bei meinen Verwandten, Dr. med. Eckbert Kühl und dessen Frau in Röllshausen, fuhren wir nach Alsfeld, um diese schöne kleine Stadt zu besichtigen. Dabei wurden wir von Herrn Rektor i.R. Dönges durch die Räume des Rathauses und der Walpurgiskirche geführt. Im Verlauf der Führung… Das Alsfelder Missale weiterlesen

Das Alsfelder Passionsspiel

Von Dr. Phil. C. W. M. Grein, Archivar und Außerordentlicher Professor zu Marburg (1874) Die Handschrift, in welcher uns das Alsfelder Passionsspiel erhalten ist, befand sich bis zum Jahr 1842 in dem Rathsarchiv der Stadt Alsfeld im Großherzogtum Hessen. Als in dem genannten Jahr das dortige Rathaus umgebaut wurde, fand man es für wolgetan, die… Das Alsfelder Passionsspiel weiterlesen

Das Alsfelder Pfingstsingen

Von Hermann Bender, Alsfeld (1964) (ausführliche Fassung) Im „Deutschen Sängerbuch“ (herausgegeben 1930) wird das Pfingstsingen als eine prächtige Sitte bezeichnet und es begrüßt, dass es von den deutschen Männerchören nunmehr ziemlich allgemein eingeführt worden sei. In Alsfeld war diese Sitte im Jahre 1930 aber schon längst zur Tradition des Vereins geworden, ohne dass den Alsfelder… Das Alsfelder Pfingstsingen weiterlesen

Das älteste Alsfelder Siegel und seine Verwandtschaft

Von Dr. Hans Joachim von Brockhusen, Marburg (1962) In unseren Tagen ist neuerlich das „+ S(IGILLVM) SCVLTETI ET BVRIGE(N)SIV(N) I(N) ALSFELT“ (Siegel des Schultheißen und der Bürger in Alsfeld), dessen Originalstempel glücklicherweise erhalten geblieben ist, nach einem Abguss als vergoldeter Anhänger für die Amtskette des Bürgermeisters verwandt worden. So knüpft die alte Hessenstadt unmittelbar an… Das älteste Alsfelder Siegel und seine Verwandtschaft weiterlesen

Das Beinhaus zu Alsfeld

Von Prof. Dr. Eduard Edwin Becker, Alsfeld (1908) Der nachfolgende vergnügliche Aufsatz unseres Ehrenmitglieds Herrn Lic. Herrmann wird unseren Freunden gerade jetzt nach dem Umbau des Beinhauses besonders willkommen sein. Von der Vergangenheit des Beinhauses ist wenig bekannt. Rechts von der Türe befindet sich ein Wasserausguss (piscina), der zu liturgischen Zwecken notwendig war, demnach diente… Das Beinhaus zu Alsfeld weiterlesen

Das Bücking-Haus am Markt — Die alte Post (1744-1764)

Von Karl Dotter, Alsfeld (1935) Marktplatz Nr. 4. Eingang von der Obergasse. Wohn- und Geschäftshaus. – Grundbuch alt Nr. 103, neu Nr. 614, erbaut 1509.Jetziger Eigentümer: Firma Kaisers Kaffeegeschäft. [Seite-68] Nach einer ehemals am Hausgiebel befindlichen Inschrift soll das Gebäude im Jahre 1509 erbaut worden sein. Der erste nachweisbare Besitzer war der Alsfelder Bürger Johannes… Das Bücking-Haus am Markt — Die alte Post (1744-1764) weiterlesen

Das Collegium musicum zu Alsfeld — (Geschichte der Alsfelder Kirchenmusik)

Von Karl Dotter, Alsfeld (1907) Über den Ruhm, den die Alsfelder Musik, sowohl die geistliche als auch die weltliche, in früheren Zeiten vor vielen anderen Städten des Hessenlandes genossen haben soll, ist bereits in Nr. 6 der Mitteilungen des Geschichts- und Altertumsvereins der Stadt Alsfeld, 1904, Seiten 7 und 8 geschrieben worden. Nähere Auskunft über… Das Collegium musicum zu Alsfeld — (Geschichte der Alsfelder Kirchenmusik) weiterlesen

Das Epicedion für Tilemann Schnabel

(In lateinischer Sprache verfasst von Justus Vietor) Übersetzung: Stefan Wintersteiner (1988) Das nachfolgende Trauergedicht oder Epicedion ist die früheste und wichtigste Quelle für das Leben und Wirken des Alsfelder Reformators Tilemann Schnabel. Verfasst wurde es von Justus Vietor, der als unmittelbarer Nachfolger Schnabels die Pfarrstelle von 1559 bis 1575 innehatte. Fritz Herrmann gibt in seinem… Das Epicedion für Tilemann Schnabel weiterlesen

Das Erlensingen

Von Hermann Bender, Alsfeld (1964) „Schon die Abendglocken klangenund die Flur im Schlummer liegt …“ Von J. K. Braun Das Erlensingen ist aus dem „Deutschen Liedertag“ hervorgegangen, der im Jahre 1930 vom Deutschen Sängerbund ins Leben gerufen wurde. Der Deutsche Liedertag sollte alljährlich am letzten Sonntag des Monats Juni durchgeführt werden. Die Gesangvereine waren dazu… Das Erlensingen weiterlesen

Das Hochzeitshaus

Von Dr. Werner Meyer-Barkhausen, Marburg (1927) Fünfundzwanzig Jahre nach dem Weinhaus entsteht in der Südwestecke des Marktes zwischen Mainzergasse und Baugasse ein mächtiger Renaissancebau, der nun alle gotische Tradition abgestreift hat. Der Grundriss des inschriftlich 1565 datierten Gebäudes [02] nähert sich dem Quadrat (Abb. 1). In drei durch Gesimse getrennten Geschossen baut es sich auf… Das Hochzeitshaus weiterlesen

Das Hochzeitshaus zu Alsfeld

Von Karl Dotter, Alsfeld (1933) Am Marktplatz, Ecke der Mainzer Gasse und der Baugasse. Eingang von der Baugasse. Grundbuch: Nr. 131 alt, Nr. 573 neu. Im Volksmund „der Bau“ genannt. Erbaut 1564-1571. Eigentümerin: die Stadt Alsfeld. Zur Zeit [1933] Museum des Geschichts- und Altertumsvereins der Stadt Alsfeld. Über das Hochzeitshaus oder den „Bau“, wie er… Das Hochzeitshaus zu Alsfeld weiterlesen

Das Hochzeitshaus zu Alsfeld — Nicht nur ein Baudenkmal zum Anschauen – auch ein Teil der Urbanität

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1992) Das markante Bauwerk aus Stein, das gegenüber der weltbekannten Kulisse von Weinhaus, Kirchturm und Rathaus steht, und zwar in der Diagonalen zum dominierenden Kirchturm, ist ein weiteres baugeschichtlich großartiges Zeugnis des 16. Jahrhunderts am historischen Marktplatz von Alsfeld. Aber es ist nicht nur ein geschichtlich wertvolles Bauwerk, ein architektonisches… Das Hochzeitshaus zu Alsfeld — Nicht nur ein Baudenkmal zum Anschauen – auch ein Teil der Urbanität weiterlesen

Das Minnigerode-Haus

Von Dr. Werner Meyer-Barkhausen, Marburg (1927) Den einzigen privaten Steinbau von Bedeutung stellt im alten Alsfeld das 1687 erbaute Haus der Herren von Minnigerode [01] in der Rittergasse dar: Ein breit ausladender, zweigeschossiger Bruchsteinbau, dessen Straßenseite zwei Reihen von rechtwinkligen Fenstern in schlichten, aber kräftig profilierten Steinrahmen zeigt. Seinen Hauptschmuck bildet das an der Ostecke… Das Minnigerode-Haus weiterlesen

Das Neurath-Haus (Rittergasse 3)

Von Dr. Werner Meyer-Barkhausen, Marburg (1927) Das stattliche Bauwerk (Unter- und Zwischengeschoss, zwei Obergeschosse) wurde 1688 von Constantin Neurath erbaut. [01(71)] Es wendet die von einem Zwerchhaus überhöhte Traufseite nach Süden zur Rittergasse. Eine breite Durchfahrt zerlegt es in zwei selbständige Teile, von denen der östliche den Eingang mit Säulenrahmung und reichgeschnitzter Haustür an der… Das Neurath-Haus (Rittergasse 3) weiterlesen

Das Rathaus zu Alsfeld

Von Pfarrer Dr. Eduard Edwin Becker, Alsfeld (1912) Habent sua fata libelli, sagt ein lateinisches Sprichwort. „Bücher haben ihre Schicksale“. Auch Häuser haben ihre Schicksale. Und zu solchen schicksalsreichen Häusern gehört unser Alsfelder Rathaus. Andersen erzählt ein Märchen vom „hässlichen jungen Entlein“, das auf dem Entenhof verachtet und verspottet und ausgestoßen wurde, das sich aber… Das Rathaus zu Alsfeld weiterlesen

Das Stumpf-Haus am Marktplatz

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1980) 1980 im neuen Kleid Gegenüber dem Rathaus, an der Südwestecke des Marktplatzes und zwischen den Einmündungen von Mainzer Gasse und Rittergasse erstreckt sich ein dreigeschossiges, traufseitig stehendes Gebäude, das aus zwei Fachwerkgeschossen auf einem massivem Untergeschoß besteht. Das Haus Markt 6 wird wegen seines Erbauers Stumpf-Haus bzw. wegen seines… Das Stumpf-Haus am Marktplatz weiterlesen

Das Wappen der Stadt Alsfeld

. „Auf blauem Feld ein aufgerichteter, rechtsgewendeter, goldgekrönterroter Löwe, rechts begleitet von einem aufgerichteten silbernenSchwert mit goldenem Griff, Helm mit Büffelhörnern undnach außen besetzten Blattstängeln sowiemit roter und blauer Helmzier.“ .. Die heraldische Beschreibung ist ein Zitat aus … §2 (1) der Hauptsatzung der Stadt Alsfeld in der Fassung vom 16.05.1995, zuletzt geändert durch Beschluss… Das Wappen der Stadt Alsfeld weiterlesen

Das Weinhaus zu Alsfeld

Von Prof. Dr. Eduard Edwin Becker, Alsfeld (1905) Die Älteren unserer Mitbürger wissen sich noch wohl zu erinnern, dass das Weinhaus am Markt früher der städtische Weinschank gewesen ist, wo zum Nutzen der Stadt Wein und Branntwein ausgeschenkt wurde. Wir wollen im Folgenden der älteren Geschichte dieses Weinschankes nachgehen. Schon im Mittelalter hatte die Stadt… Das Weinhaus zu Alsfeld weiterlesen

Der „Neunte“ November 1938 [09.11.1938]

Von Michael Maynard (Manfred Moses), London (2001) Einleitung Im Januar 1938 verließ ich die Samson-Raphael-Hirsch-Realschule in Frankfurt, um einen Beruf zu lernen, der mir bei einer Auswanderung Verdienstmöglichkeiten in einem fremden Land geben würde. Meine Eltern hatten erfahren, dass in Gambach bei Butzbach eine Auto- und allgemeine Schlosserei in jüdischen Händen war (Fritz Hahn). Er… Der „Neunte“ November 1938 [09.11.1938] weiterlesen

Der 1. Hessentag 1961 in Alsfeld

Von Georg Kratz, Bürgermeister a.D., Wiesbaden (1985) I. In meiner Vorstellungsrede als Bewerber für das Amt des Bürgermeisters von Alsfeld im Januar 1954 hatte ich unter anderem zwei besondere Schwerpunkte meiner zukünftigen Arbeit herausgestellt: 1. Eingliederung der Vertriebenen und Flüchtlinge sowie in einem gewissen Umfange der Ausgebombten – überwiegend aus dem Rhein-Main-Gebiet – in die… Der 1. Hessentag 1961 in Alsfeld weiterlesen

Der Alsfelder Konzertchor

Von Thomas Walter, Alsfeld (2024) 1948 unter der Bezeichnung Alsfelder Singkreis entstanden, ist der Alsfelder Konzertchor seit vielen Jahren mit einem breiten Programm von geistlichem und weltlichem Liedgut durch anspruchsvolle Darbietungen zu einem Begriff über die Stadtgrenzen hinaus geworden. Die Mitglieder sind erfahrene Chorsänger zwischen 14 und 70 Jahren, die sich einmal wöchentlich zum Proben… Der Alsfelder Konzertchor weiterlesen

Der alte Text des Alsfelder Passionsspiels wäre beinahe zu Tüten verarbeitet worden. Der Breitenbacher Pfarrer Gutberlet erkannte die Bedeutung der Skripturen

Von Dr. Heinz-Lothar Worm, Linden (1993) Im Jahre 1842 wurde das Alsfelder Rathaus umgebaut. Man fand in dem damals schon altehrwürdigen Haus einige Kisten mit Handschriften, die niemand so recht lesen konnte. Da man keine bessere Verwendung für das Papier hatte, verkaufte man es als Tütenpapier an Kaufleute. Die alten Handschriften wanderten also zu einem… Der alte Text des Alsfelder Passionsspiels wäre beinahe zu Tüten verarbeitet worden. Der Breitenbacher Pfarrer Gutberlet erkannte die Bedeutung der Skripturen weiterlesen

Der Ausbau der Erlen zum Alsfelder Stadtpark – eine endlose Geschichte?

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (03.05.1997) Friedrich Ehrenklau, der Herausgeber der Oberhessischen Zeitung, schrieb am 03.01.1943 an seinen Freund und Mitstreiter Julius Waldeck „Wir beide wollen den Plan des Ausbaus eines Alsfelder Stadtparkes fest im Auge behalten und eifrig vorantreiben“. Das war vor 56 Jahren, vor mehr als einem halben Jahrhundert, und betraf ein Stück… Der Ausbau der Erlen zum Alsfelder Stadtpark – eine endlose Geschichte? weiterlesen

Der Grabstein von Johanna Merck

Von Walter Haupt, Liederbach (1974/2024) Johanna Merck starb am 5.11.1773 (1) und wurde zwei Tage später auf dem Alsfelder Friedhof beerdigt (2). Da ihre Kinder von Alsfeld wegzogen, wurde ihr Grab wohl bald nach dem Tode ihres Mannes (1804) aufgegeben und der Grabstein an der Friedhofskapelle aufgestellt. Dort fanden ihn Mitglieder des Oberhessischen Geschichtsvereins aus… Der Grabstein von Johanna Merck weiterlesen

Der neue Bahnhof

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1992) Als 1861/1862 die Eisenbahnstrecken Köln-Gießen und Ruhrgebiet-Siegen-Gießen vollendet waren, begannen Planungen für eine West-Ost-Verbindung nach Mittel- und Süddeutschland, in denen eine Strecke Alsfeld-Hersfeld die wichtigste Rolle spielte. Doch die Pläne hatten sich zerschlagen. Erst als Preußen die Strecke Hersfeld-Treysa plante, genehmigte Hessen 1908 den Bau der Strecke Alsfeld-Hersfeld. Nach… Der neue Bahnhof weiterlesen

Der Schatz im Beinhaus zu Alsfeld

Von Dr. Fritz Herrmann, Alsfeld (1908) Im Spätherbst des Jahres 1824 hatte sich der Bewohner der guten Stadt Alsfeld eine gelinde Aufregung bemächtigt: im Beinhaus war ein Schatz gefunden worden! Die Kunde ging zuerst heimlich von Mund zu Mund, dann aber pfiffen es die Spatzen von den Dächern, und je mehr davon geredet wurde, desto… Der Schatz im Beinhaus zu Alsfeld weiterlesen

Die „Alsfelder Erlen“ — Ein Unwetter schuf 1749 die Grundlage für einen „Erholungspark“

Von Michael Rudolf, Alsfeld (23.07.2014) „Doch furchtbar wird die Himmelskraft, wenn sie der Fessel sich entrafft …“, so Friedrich Schiller in seinem ‚‚Lied von der Glocke“, der die fatale Kraft der Natur in jene Verse zu schmieden weiß, welcher die gestalterische Bildbarkeit der Erde im negativen wie im positiven Sinne obliegt. Im Alsfelder Stadtarchiv hat… Die „Alsfelder Erlen“ — Ein Unwetter schuf 1749 die Grundlage für einen „Erholungspark“ weiterlesen

Die Alsfelder Dirigierrolle in ihrer Beziehung zum Alsfelder Passionsspiel

Von Doris Bernhardt, Alten Buseck (1972) Das geistliche Schauspiel des Mittelalters, dessen Anfänge in den lateinischen, aus wenigen Wechselreden bestehenden Osterfeiern zu suchen sind, erreicht mit den Passionsspielen des 14./15. Jahrhunderts seinen größten Umfang. Aus Alsfeld ist uns ein solches Spiel in zwei Handschriften überliefert, einmal das jetzt in Kassel befindliche Alsfelder Passionsspiel, zum anderen… Die Alsfelder Dirigierrolle in ihrer Beziehung zum Alsfelder Passionsspiel weiterlesen

Die Alsfelder Dreifaltigkeitskirche — Steinernes Symbol der Reformation

Von Axel Haltenhof, Alsfeld (04.08.2023) In diesen Tagen ist die Zukunft der Alsfelder Dreifaltigkeitskirche Gegenstand eingehender Erörterungen und Diskussionen. Der Grund: Die evangelische Kirchengemeinde beabsichtigt, sich mittelfristig von der mit dem Eigentum verbundenen Baulast zu trennen. In zwei bis drei Jahren könnte das Gotteshaus entwidmet und ein Eigentumswechsel herbeigeführt sein, sofern dies mit der Realisierung… Die Alsfelder Dreifaltigkeitskirche — Steinernes Symbol der Reformation weiterlesen

Die Alsfelder Passion

Von Dr. Richard Froning, Frankfurt am Main (Oktober 1891) Das oberhessische Alsfeld war im 15. und 16. Jahrhundert eine nicht unbedeutende Stadt. Es lag an der Straße, die Luther auf seinem Wege nach Worms eingeschlagen hat, und diese Straße brachte die Bürgerschaft in Verkehr mit Frankfurt. Von der für geistliche Dramen sehr stark interessierten Mainstadt… Die Alsfelder Passion weiterlesen

Die Alsfelder Sänger pflegen die alte, deutsche Weihnachtssitte „Christkindwiegen“

Von Hermann Bender, Alsfeld (1964) „Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär … (Dr. Martin Luther) Die Weihnachtssitte „Christkindwiegen“, die in Wien in einem Frauenkloster entstanden sein soll, wird in Deutschland nur noch selten gepflegt. Diese alte Sitte ist nicht in einem geschlossenen Raum, sondern im Freien durchzuführen. Von… Die Alsfelder Sänger pflegen die alte, deutsche Weihnachtssitte „Christkindwiegen“ weiterlesen

Die Belagerung und Einnahme der Stadt Alsfeld durch die Niederhessen im Jahre 1646

Von Archivrat Dr. Fritz Herrmann, Staatsarchivar in Darmstadt (1922) Im Dreißigjährigen Kriege stand Hessen-Darmstadt, obwohl lutherisch, auf Seiten des Kaisers und der katholischen Liga, das reformierte Hessen-Kassel dagegen auf Seiten der protestantischen Union. Der anfängliche Sieg der kaiserlichen Waffen hatte zur Folge, dass die Entscheidung in dem langjährigen Streit der beiden Hessischen Linien um die… Die Belagerung und Einnahme der Stadt Alsfeld durch die Niederhessen im Jahre 1646 weiterlesen

Die Bürgermeisterwahl

Didaskalia oder „Blätter für Geist, Gemüth und Publizität“ am 31.07.1829 Es war ein altdeutscher, löblicher Gebrauch, wichtigen öffentlichen Handlungen kirchliche Feierlichkeiten vorangehen zu lassen. Treu den von ihren Vorfahren ererbten gottseligen Gewohnheiten, war der Tag der Bürgermeisterwahl (Heilige Dreikönige) für die Alsfelder jedesmal ein festlicher Tag, der, ehe die weltlichen Interessen zur Sprache kamen, mit… Die Bürgermeisterwahl weiterlesen

Die Erlen

Von Karl Dotter, Alsfeld (1939) In einer aufstrebenden Stadt, in der man in gleicher Weise auf die Hebung des Fremdenverkehrs wie auch auf die Verschönerung des Stadtbildes bedacht ist, wird man der Pflege und Erhaltung der öffentlichen Anlagen erhöhte Bedeutung beimessen. In richtiger Erkenntnis dieser bedeutsamen Grundwahrheit hat auch unsere Stadtverwaltung sich die Ausgestaltung, Pflege… Die Erlen weiterlesen

Die Fuhr’sche Fabrik

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Ein früher Industriebetrieb Etwa einen Kilometer vom Ortskern Altenburgs schwalmaufwärts liegt, eingeengt zwischen der bewaldeten Höhe „Zu Leidenrod“ (348,9 m ü.d.M.) im Osten und dem bewaldeten „Gänsberg“ (364,5 m ü.d.M.) im Westen, zwischen der Schwalm und der Eisenbahnlinie Gießen-Fulda eine seit den 60er Jahren stillgelegte Fabrikanlage, die nach ihren… Die Fuhr’sche Fabrik weiterlesen

Die Heilkunde in Alsfeld — Dr. Johann Bartholomäus Schleiermacher

Von Prof. Dr. Eduard Edwin Becker, Alsfeld (1908) Ob vor dem Dreißigjährigen Kriege schon Ärzte in Alsfeld waren, lässt sich bis jetzt nicht nachweisen. Das erste Zeichen der Anwesenheit eines Arztes in der Stadt ist ein Dekret von Bürgermeister und Rat der Stadt Alsfeld, ausgestellt am 7. November 1655 für den Herrn Johann Bartholomäus Schleyermacher,… Die Heilkunde in Alsfeld — Dr. Johann Bartholomäus Schleiermacher weiterlesen

Die Jugend

Von Johanna Maria Elisabeth Merck (1763) Von dir, du schönste Zeit des menschlichen Lebens, holde Jugend, von dir will ich reden, und deine Anmuth mahlen, da du mir selbst noch lächelst. Die Rosen der Wangen blühen noch. Soll ich ihre süße Gerüche ohneingeathmet verfliegen lassen? Nein ich will in mich selbst, als auch in die… Die Jugend weiterlesen

Die Liederbach

Von Prof. Dr. Eduard Edwin Becker, Alsfeld (1913) Lustig plätschert durch die Straßen der Stadt Alsfeld die Liederbach, eins ihrer Wahrzeichen. Inspektor G. E. Happel hat in seiner Wahlpredigt von 1648 manche erbauliche Betrachtung an sie geknüpft; ein Ratsprotokoll vom Jahre 1632 nennt sie „ein Kleinodt der Statt“, und noch heute hält der eingesessene Alsfelder… Die Liederbach weiterlesen

Die Neugestaltung der Erlenanlage

N.N. (Oberhessische Zeitung), Alsfeld (30.10.1953) Vorarbeiten abgeschlossen – Ein Blick in die Pläne Alsfeld (0Z): Vom Stadtbauamt Alsfeld und dem Verkehrsverein wird zur Zeit das Projekt „Erlenerweiterung“ intensiv betrieben. Die Vorarbeiten und Planungen sind nun soweit abgeschlossen, dass noch in diesem Herbst mit den Erweiterungsarbeiten und Neubepflanzungen begonnen werden kann. Inzwischen wurden vom Landschafts- und… Die Neugestaltung der Erlenanlage weiterlesen

Die Skipiste am Bechtelsberg

Von Konrad Kaufmann, Berfa (2007) Der lange und schneereiche Winter 1962/1963 hatte wieder eine Vielzahl von Freunden des Wintersports in Berfa auf die Bretter gelockt. Der erste Schnee fiel Mitte November am Buß- und Bettag und blieb mit einer Unterbrechung von 14 Tagen vor Weihnachten bis in den März liegen. Auch die folgenden Jahre waren… Die Skipiste am Bechtelsberg weiterlesen

Die Stadt Alsfeld hat Konrad Kaufmann viel zu verdanken — Kulturpreis ging 2004 an den Heimatforscher

Von Ulla Hahn-Grimm (2007) „Kultur und Kulturförderung waren und sind Konrad Kaufmann seit jeher Herzensangelegenheiten“. Dies stellte Bürgermeister Herbert Diestelmann bei der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Alsfeld 2004 an den langjährigen Heimatforscher Konrad Kaufmann fest. Die Urkunde überreichte Stadtverordnetenvorsteherin Bärbel Heinrich. Zu der Feierstunde waren zahlreiche Bewohner des Ortes in die Kulturscheune gekommen, der… Die Stadt Alsfeld hat Konrad Kaufmann viel zu verdanken — Kulturpreis ging 2004 an den Heimatforscher weiterlesen

Die Stadtkirche St. Walpurgis in Alsfeld

Von Dr. Werner Meyer-Barkhausen, Marburg (1958) Alsfeld gehört zu den wenigen alten deutschen Städten, in denen sich der geschlossene Platz um die Kirche in seiner Absonderung von Markt und Verkehr verhältnismäßig ungestört erhalten hat. Hier hat man der Versuchung, die Kirche „freizulegen“ erfolgreich widerstanden. Die kleine Lücke im Bebauungsring an der Obergasse wurde neuerdings durch… Die Stadtkirche St. Walpurgis in Alsfeld weiterlesen

Die Walpurgiskirche

Von Dr. Werner Meyer-Barkhausen, Marburg (1927) Die Walpurgiskirche stellt eine gotische Hallenkirche von mäßiger Größe dar, deren Mittelschiff im Westen ein quadratischer Turm, im Osten ein das Hallendach überragender Chor vorgelegt ist (Figur 3). Der heutige Bau ist aus einer um die Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten frühgotischen Basilika [1] durch Anbau des Chores (begonnen 1393)… Die Walpurgiskirche weiterlesen

Die Walpurgiskirche zu Alsfeld — Ihre Baugeschichte und kunstgeschichtliche Einordnung

Von Dr. Jürgen Michler, Marburg (1972) Der kunstgeschichtlichen Forschung wurde die Walpurgiskirche zu Alsfeld erstmals bekannt gemacht in Wilhelm-Kästners 1924 erschienenem Werk über die Elisabethkirche zu Marburg [01]. Wilhelm-Kästner zieht darin einen früheren Zustand des Langhauses der Walpurgiskirche als Vergleichsbeispiel für die Baugeschichte der Marburger Elisabethkirche in Betracht. Das Langhaus der Walpurgiskirche hat nämlich sein… Die Walpurgiskirche zu Alsfeld — Ihre Baugeschichte und kunstgeschichtliche Einordnung weiterlesen

Die Wiederherstellung der Walpurgiskirche zu Alsfeld

Von Friedrich Kuhlmann, Gießen (1922) Um die Jahrhundertwende beginnen ernste Erwägungen und schließlich erfolgreiche Verhandlungen über eine umfassende Wiederherstellung der Walpurgiskirche zu Alsfeld. Sie führten zunächst im Jahre 1902 zu einer planmäßigen Aufnahme des Baues und zu einer Projektbearbeitung durch den Architekten L. Hofmann aus Herborn. Der zugehörige Voranschlag schloss mit 122.000 Mark ab. Wegen… Die Wiederherstellung der Walpurgiskirche zu Alsfeld weiterlesen

Doktor Tilemann Schnabel – Der Reformator der Stadt Alsfeld

Von Archivrat Dr. Fritz Herrmann, Alsfeld (1925) DemGeschichts- und Altertumsverein der Stadt Alsfeldin Erinnerung an zwei Jahregemeinsamer Arbeit gewidmet. Vorwort zur ersten Auflage Das vorliegende Büchlein ist in erster Linie für die Bewohner der Stadt Alsfeld bestimmt und enthält daher manches, was zunächst nur für diese Interesse hat. Doch soll es zugleich auch eine wissenschaftlich… Doktor Tilemann Schnabel – Der Reformator der Stadt Alsfeld weiterlesen

Drei Dokumente zum Tode der Dichterin Johanna Maria Elisabeth Merck geb. Neubauer

Teile 1, 2 und 3: Von Dr. Franz Christian Merck, Alsfeld (1773) Der Mediziner Dr. Franz Christian Merck, Sohn des Apothekers Joh. Franz und Stiefbruder des Kriegsrats Joh. Heinrich Merck, war, nachdem er einige Zeit in seiner Vaterstadt Darmstadt praktiziert hatte, am 25. Mai 1764 zum Hofmedikus und am 6. Oktober des gleichen Jahres an… Drei Dokumente zum Tode der Dichterin Johanna Maria Elisabeth Merck geb. Neubauer weiterlesen

Eifa (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Knapp 6 km östlich von Alsfeld findet man in schöner Lage und reizvoller Umgebung das Dorf Eifa (281 m ü. N.N.) im Tal des gleichnamigen Baches. Der Name Eifa wird schon in den Grenzbeschreibungen des 11. Jahrhunderts als Ypha genannt. Eifa war Straßenort an den „Kurzen Hessen“; im 15.… Eifa (1965) weiterlesen

Eifa (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Die einst bäuerlich orientierte Gewerbegemeinde im hübsch gelegenen Eifatal hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Arbeitnehmergemeinde entwickelt. Aus dem ursprünglich locker bebauten Haufendorf ist ein langgestrecktes Straßendorf und durch Neubaugebiete ein beliebter Wohnort geworden. Schon im 11. Jahrhundert wird Eifa als Ypha in frühen Grenzbeschreibungen (die Angabe… Eifa (1997) weiterlesen

Ein Ablassbrief für die Walpurgiskirche zu Alsfeld aus dem Jahre 1336

Von Dr. Fritz Herrmann, Alsfeld (1902) Die bevorstehende Renovierung der Walpurgiskirche wird voraussichtlich für die Freunde der Alsfelder Geschichte manchen interessanten Aufschluss und manche Bereicherung unserer Kenntnis der städtischen Vorzeit und insbesondere des kirchlichen Lebens bringen. Es ist anzunehmen, dass unter der seit langer Zeit immer wieder erneuerten Tünche der Wände altes Bildwerk zum Vorschein… Ein Ablassbrief für die Walpurgiskirche zu Alsfeld aus dem Jahre 1336 weiterlesen

Ein Besuch im Alsfelder Rathaus — „Godt bewahre deinen Eingank und Ausgank“

Von Karl Brodhäcker, Alsfeld (1972) Jeder Besucher der alten Hessenstadt Alsfeld wird beeindruckt von der Schönheit mittelalterlicher Bauten, die die geschlossene Anlage des Marktplatzes säumen. Wie kaum in einer anderen Stadt stehen hier die Zeugen althessischer Bau- und Handwerkskunst Seite an Seite. Den Schmuck der Runde bildet ohne Zweifel das Rathaus, das noch heute, wie… Ein Besuch im Alsfelder Rathaus — „Godt bewahre deinen Eingank und Ausgank“ weiterlesen

Ein Wahrnehmungsexperiment!

Der Versuch, wie einst Christo und Jeanne-Claude,die Dinge verhüllt neu wahrzunehmen. [… im Februar 2024] [Wie es dazu kam?]

Einblicke in die Geschichte zweier Dörfer — Schwabenrod und Münch-Leusel von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges

Von Marei Söhngen-Haffer, Marburg / Schwabenrod (2005) Schwabenrod und Münch-Leusel, zwei malerisch im Tal des Erlenbachs gelegene Dörfchen in der Nähe von Alsfeld, können nunmehr im Jahre 2005 auf eine über 700- bzw. über 600-jährige Geschichte zurückblicken. Grund genug, diese in einzelnen Schlaglichtern – sofern Quellen- und Literaturlage es gestatten – wieder aufleben zu lassen.… Einblicke in die Geschichte zweier Dörfer — Schwabenrod und Münch-Leusel von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges weiterlesen

Elbenrod (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Abseits von der B 254 im Nordosten des Alsfelder Beckens ist zwischen den Hügeln des windungsreichen Berftals und umgeben von Wäldern und Wiesen das Dorf Elbenrod (280m über N.N.) errichtet worden. 1299 heißt der Ort Elberoth. 1313 wird urkundlich eine Kirche erwähnt, die zu Eudorf und damit zum Erzpriestersprengel… Elbenrod (1965) weiterlesen

Elbenrod (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Die landwirtschaftlich-gewerbliche Mischgemeinde liegt zwischen den Hügeln des windungsreichen Berfatales. Elbenrod ist ein locker bebautes Haufendorf, dessen Fachwerkhäuser sich um die auf einer Anhöhe im ummauerten Friedhof stehende Kirche gruppieren, das sich längs der Berfer Straße und hangaufwärts Richtung „Elbenröder Dick“ ausgedehnt hat. 1238 heißt der Ort Elbenrot, 1313… Elbenrod (1997) weiterlesen

Ersterwähnung Alsfelds

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1994) Vor 925 Jahren wurde Alsfeld zum ersten Male in einer Urkunde unter der Bezeichnung „adelesfelt“ erwähnt. Es handelt sich um ein Diplom des Königs und späteren Kaisers Heinrich IV., das in Mühlhausen im Jahre 1069 ausgestellt wurde, aber unvollständig blieb, weil das königliche Siegel sowie das Signum, das Monogramm… Ersterwähnung Alsfelds weiterlesen

Es war eine Vorprobe — Die Alsfelder Synagoge am 9. November 1938 und danach

Von Michael Maynard, London (2001) Nach dem Kriege wurde ich aufgefordert aufzuschreiben, was ich im Zusammenhang mit der Übernahme der Synagoge weiß. Dies wurde benötigt für die Rückerstattung von Werten bzw. der Entschädigung an die JRSO (Jewish Restitution Successor Organisation). Im Folgenden gebe ich die freie Übersetzung des Hauptteiles meiner Aussage aus dem Englischen wieder:… Es war eine Vorprobe — Die Alsfelder Synagoge am 9. November 1938 und danach weiterlesen

Es wird wieder gebacken! — Der Salzekuchen ist in Eifa zurück aus der Winterpause

Osthessen-News-Bericht vom 15.01.2022 von Felix Hagemann und Lea Hohmann [Alle Fotos © goa] Auf diesen Tag hatten nicht nur viele Eifaer und Alsfelder, sondern auch treue Kunden aus dem Großraum Frankfurt und Thüringen gewartet: Die Winterpause ist vorbei, das vereinseigene Backhaus des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) hat wieder seinen turnusmäßigen Betrieb aufgenommen – alle 14… Es wird wieder gebacken! — Der Salzekuchen ist in Eifa zurück aus der Winterpause weiterlesen

Eudorf (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Eudorf (241 m über N.N.) liegt an der Bundesstraße 254 rechts der Schwalm etwas unterhalb von Alsfeld. 1263 hieß der Ort Udorp, später Udorf. 1265 wird ein Pleban in Eudorf urkundlich erwähnt. Zur Pfarrei von Eudorf gehörte vermutlich bis ins 16. Jahrhundert auch Elbenrod. Während Eudorf in kirchlicher Hinsicht… Eudorf (1965) weiterlesen

Eudorf (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Als langgestrecktes Dorf an der stark befahrenen B 254 hat sich Eudorf zu einem Bauern- und Gewerbedorf entwickelt. Seine Geschichte ist durch große Katastrophen gekennzeichnet. Schon 1263 als Udorf belegt, hatte es 1265 einen Pleban und gehörte zum Erzpriestersprengel Ottrau. Es erlebte im Dezember 1636 einen großen Brand, als… Eudorf (1997) weiterlesen

Fachlich umstrittener Quellenbeleg von 1222 für mögliches Stadtjubiläum

Gutachten des Hessischen Staatsarchivs (HStAD) vom 12. April 2023 [Download des HStAD-Gutachtens vom 12. April 2023] Abschrift des HStAD-Gutachtens vom 12. April 2023: Sehr geehrter Herr Haltenhof, unter Bezugnahme auf Ihre Anfrage vom 27. März 2023 geben wir zur Frage der urkundlichen Überlieferung einer hochmittelalterlichen Stadtgründung von Alsfeld folgende gutachterliche Stellungnahme ab: Die heutige Stadt… Fachlich umstrittener Quellenbeleg von 1222 für mögliches Stadtjubiläum weiterlesen

Fachwerk nicht gleich Fachwerk — Bei genauem Hinsehen zeigen sich in der Modellstadt die Unterschiede

Von Dieter Dimroth, Alsfeld (1985) Fast alle Häuser in der Alsfelder Altstadt sind Fachwerkhäuser, d.h. sie bestehen aus einem tragenden Holzskelett und dazwischen eingebauten unterschiedlichen Materialien, die Wände und Decken schließen. Weil sie alle nach diesem gleichen Prinzip gebaut worden sind, haben sie in ihrem äußeren Erscheinungsbild auf den ersten Blick sehr viel Ähnlichkeit. Bei… Fachwerk nicht gleich Fachwerk — Bei genauem Hinsehen zeigen sich in der Modellstadt die Unterschiede weiterlesen

Fischbach (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) In der nördlichsten Ecke des Kreises Alsfeld, an der Grenze gegen den Kreis Ziegenhain, ruht inmitten großer Waldungen das kleine Dorf Fischbach (302 m NN). Es hieß ursprünglich Ober-Fischbach und gehörte mit der späteren Wüstung Nieder-Fischbach zum mittelalterlichen Gericht Merzhausen, das im Laufe der Zeit verschiedene Besitzer hatte. Während… Fischbach (1965) weiterlesen

Fischbach (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Fischbach ist eines der kleinsten Dörfer der Großgemeinde Alsfeld und liegt umgeben von Wald abseits des Verkehrs. Es hieß ursprünglich Ober-Fischbach (Obirnvischbach 1350) und gehörte mit der späteren Wüstung Nieder-Fischbach (1367) zum mittelalterlichen Gericht Merzhausen. Fischbach wird 1580 als zum Amt Alsfeld zugehörig bezeichnet. Die in dem Dachreiter der… Fischbach (1997) weiterlesen

Gebührenbefreiung!

. . Eine „sympathische“ AktionGebührenbefreiung für Einheimische und Gäste der Stadt [… im Februar / März 2024]

Gedenken an die Opfer des NS-Regimes

Von Dr. Monika Hölscher, Alsfeld (2024) – Vortrag am 27.01.2024 zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus Als auf Initiative von Heinrich Dittmar am 27. Januar 2014 der Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus im Beisein von Bürgermeister Stephan Paule und Steinmetzmeister Kurt Schmidt eingeweiht worden ist, hatte sich Heinrich Dittmar gewünscht, dass nun jedes… Gedenken an die Opfer des NS-Regimes weiterlesen

Gedenken der Johanna Maria Elisabeth Merck

Die tugendhafte Alsfelder „Dichterin des Lächelns“ starb vor 250 Jahren Von Walter Haupt, Liederbach (2024) Am 5. November 2023 jährte sich zum 250. Mal der Todestag der Alsfelder Schriftstellerin, die seit 1759 Ehefrau von Franz Christian Merck aus Darmstadt war. Bereits in ihrem anonym erschienenen Erstlingswerk betonte sie mit dem Titel „Gedichte eines Frauenzimmers“ (1759)… Gedenken der Johanna Maria Elisabeth Merck weiterlesen

Gedichte eines Frauenzimmers

Rezension von Johann Christoph Gottsched (1759) Seitdem es aufgehöret hat, ein Wunder und eine Seltenheit zu seyn, daß ein Frauenzimmer Verse machen kann; seitdem hat man von diesem angenehmen Geschlechte etwas mehr, als Verse zu fodern angefangen. Deutschland ist auch in der That so glücklich gewesen, Schönen zu erleben, die recht gute Verse, ja wahre… Gedichte eines Frauenzimmers weiterlesen

Geschichte des Stadtteils Angenrod

Von Prof. Dr. Ingfried Stahl, Angenrod (1989) Topographie Der Stadtteil Angenrod liegt im landschaftlich reizvollen Antrifttal und ist – bei einer Höhenlage von 292m über N.N. – von allen Seiten von kleineren Bergen oder Bergkuppen (Ausläufern des Vogelsberges) sanft umgeben. Die höchste dieser Erhebungen stellt der Möncheberg im Nordwesten mit 359,7 m über N.N. dar.… Geschichte des Stadtteils Angenrod weiterlesen

Grußwort von Ministerpräsident Georg August Zinn zum ersten Hessentag 1961 in Alsfeld

Von Ministerpräsident a.D. Georg August Zinn, Wiesbaden (1961) Meine lieben Landsleute! Mit dem 1. Hessentag in Alsfeld geht ein alter Wunsch von mir in Erfüllung. Es war schon seit langer Zeit mein Plan, einmal im Jahre alle die Vereinigungen, Gruppen und Organisationen zu einem Treffen zusammenzubringen, die durch ihr Wirken einen wichtigen Teil unseres öffentlichen… Grußwort von Ministerpräsident Georg August Zinn zum ersten Hessentag 1961 in Alsfeld weiterlesen

Hattendorf (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Hattendorf gehörte vor der Gebietsreform zum Landkreis Ziegenhain. Mit seiner Lage am Ausläufer des Knüllgebirges und im Tal der windungsreichen Berfa ist Hattendorf aber auch ein Ort, der noch zu der bekannten Siedlungs- und Kulturlandschaft des Trachtengebietes der Schwalm zählt. 1248 als Hathendorf erwähnt, liegt der älteste Teil (Alt-Hattendorf)… Hattendorf (1997) weiterlesen

Heidelbach (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) In geschützter Lage, zwischen dem Heidel-Berg (318‚1 m) und dem Reich-Berg (325‚4 m), findet man am linken Schwalmufer das Dorf Heidelbach (236 m über N.N.). Urkundlich wird bereits 1057 eine Kirche in Heidelbach (Heidilbach) erwähnt, die vermutlich zu Mainz gehörte. Zur Sedes und zum Gericht Heidelbach gehörten Greifenhain, Holzburg… Heidelbach (1965) weiterlesen

Heidelbach (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Heidelbach, der letzte Stadtteil Alsfelds an der Schwalm, bevor diese die Großgemeinde verlässt, hat sich zu einer landwirtschaftlich-gewerblichen Mischgemeinde entwickelt. Am Fuße des als Zufluchtsstätte mit Wall und Graben versehenen Heidelbergs gelegen, ist Heidelbach eine der ältesten Gemeinden. Bereits 1057 als Heidilbahc erwähnt, wird urkundlich eine Kirche genannt, die… Heidelbach (1997) weiterlesen

Heinrich Dittmar – Freund und Mentor

Von Dr. Monika Hölscher, Alsfeld (2024) Heinrich Dittmar war mir Freund und Mentor und war im besten Sinne ein „Menschenfreund“, stets hilfsbereit und freundlich, aber durchaus auch konsequent und beharrlich, wenn es etwas durchzusetzen galt oder sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Er war gradlinig, offen und direkt, bisweilen gepaart mit einem Schuss Ironie und/oder Sarkasmus,… Heinrich Dittmar – Freund und Mentor weiterlesen

Im alten Gasthaus Merle herrschte eine gemütliche Atmosphäre

Von Konrad Kaufmann, Berfa (2007) Johannes Merle aus Ottrau erwarb 1869 das Anwesen von Heinrich Brenzel, der nach Amerika auswanderte. Brenzel hatte schon in 1864 eine Konzession um die Führung einer Branntwein- und Bierschenke beantragt. Er schreibt an das Kurfürstliche Landrathsamt: „Von meinem kleinen Ackergut welches nur in Allem aus 15 Acker Land und Wiesen… Im alten Gasthaus Merle herrschte eine gemütliche Atmosphäre weiterlesen

Jahrzehntelang im Einsatz für seine Stadt — Dr. Herbert Jäkel, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins, starb nach langer Krankheit

Von Heinrich Dittmar, Alsfeld (2000) Nach langer schwerer Krankheit starb in der Nacht zum 15. April 2000, wenige Tage vor seinem 74. Geburtstag, Dr. Herbert Jäkel, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins Alsfeld und Leiter des Regionalmuseums. Am 24. April 1926 in der Mainzer Gasse geboren, mit „Lärrebachwasser“ getauft, wie er oft zu sagen pflegte, verlebte… Jahrzehntelang im Einsatz für seine Stadt — Dr. Herbert Jäkel, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins, starb nach langer Krankheit weiterlesen

Johanna Merck, gen. Merckin

Von Dagmar Klein, Gießen (1997) Johanna Merck, geb. 1737 in Gießen, gest. 1773 in AlsfeldDichterin in AlsfeldEhrenmitglied der „Göttinger Teutschen Gesellschaft Johanna Merck ist eine der wenigen hessischen Dichterinnen aus der frühen Zeit der Aufklärung, von denen wir noch wissen. Als Professorentochter in Gießen geboren, kam sie durch Heirat zunächst nach Darmstadt, dann nach Alsfeld.… Johanna Merck, gen. Merckin weiterlesen

Leusel (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Etwa 3 km nordwestlich von Alsfeld liegt an der B 62 das langgestreckte Dorf Leusel (267 m über N.N.). 1107 wird Leusel erstmals als Liuzziliha genannt. Mit dem Namen wird wohl der kleine Dorfbach (Erlenbach) gemeint sein. Die Siedlung gehörte zur Burg Romrod, wurde 1369 von Metze von Lißberg… Leusel (1965) weiterlesen

Leusel (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Die gewerblich-landwirtschaftliche Mischgemeinde hat sich längs der B 62 und durch neu erschlossene Wohnbaugebiete erheblich ausgedehnt, wodurch sich die Struktur des Dorfes stark verändert hat. Leusel wird bereits 1107 als Liuzzelaha bezeichnet, wohl von dem kleinen Dorfbach herrührend. Es gehörte einst zur Burg Romrod, 1369 hatte Metze von Lißberg… Leusel (1997) weiterlesen

Liederbach (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Abseits am Südrand des Alsfelder Beckens ist zwischen dem Liederbach und dem Krebsbach das Dorf Liederbach (295 m ü. NN) eingestreut. In den Wäldern seiner Gemarkung westlich und südlich hat man 16 Hügelgräber gefunden. Der Name Liederbach wird schon in den Grenzbeschreibungen der Kirchengebiete Schlitz von 812 (Liederbac) und… Liederbach (1965) weiterlesen

Liederbach (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Liederbach liegt versteckt und abseits des Durchgangsverkehrs‚ landschaftlich idyllisch eingebettet zwischen bewaldeten Höhenrücken, die schon in der Bronzezeit besiedelt waren, und hat sich zu einem Urlaubsort für Familienaufenthalt mit ländlicher Gastlichkeit entwickelt. Benannt nach dem gleichnamigen Bach, taucht der Name „Liderbach“ erstmals in den um 1160 geschriebenen, aber für… Liederbach (1997) weiterlesen

Lingelbach (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Das früher zum Landkreis Ziegenhain gehörende und an der alten Handelsstraße der „Kurzen Hessen“ fast 400 m liegende Dorfwurde im 9. Jahrhundert „Lintenbah“, 1458 Lyndelbach, 1492 Lingelbach genannt und war im Mittelalter ein selbständiger Gerichtsbezirk. Nachdem es 1441 in Pfandbesitz der hessischen Landgrafen gekommen war, gab Landgraf Heinrich III.… Lingelbach (1997) weiterlesen

Münch-Leusel (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Unterhalb von Schwabenrod nahe der Einmündung des Erlenbachs in die Schwalm liegt das kleine Dorf Münch-Leusel (240 m ü. N.N.). 1328 wird der Ort „zu deme Movinchens“ genannt, woraus man schloss, dass die Siedlung von Mönchen gegründet wurde. Hermann und Friedrich von Romrod schenkten es damals an die Johanniter… Münch-Leusel (1965) weiterlesen

Münch-Leusel (1997)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Münch-Leusel liegt nahe der Mündung des Erlenbachs in die Schwalm und ist der kleinste Stadtteil. Es wirkt wie ein ausgesprochenes Bauerndorf mit reizvollen Fachwerkhäusern und mehrseitig umschlossenen Bauernhöfen, die durch ihre bauliche Dominanz maßgeblich zur erhaltenswerten Gesamtanlage beitragen. Münch-Leusel war wahrscheinlich eine von Mönchen gegründete Siedlung, wie man dem… Münch-Leusel (1997) weiterlesen

Musterriege des Turnvereins 1904

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1992) Der aus der nationalen Bewegung von 1848/1849 entstandene Turnverein Alsfeld, der im Herbst 1849 dem deutsch-demokratischen Turnverband beitrat und dessen Fahne in den Farben schwarz-rot-gold im (Alsfelder Stadt-)Museum aufbewahrt wird, wurde nach politisch bedingter Auflösung 1852 im Jahr 1862 wieder ins Leben gerufen. Die „Darre“ (Beinhaus), der „Bau“ (Hochzeitshaus),… Musterriege des Turnvereins 1904 weiterlesen

Nachdenkliches zur Einführung

Von Heinrich Dittmar, Alsfeld (2001) „Es muss doch endlich einmal Schluss sein damit“. Dieser Satz ist öfters zu hören, wenn es um Berichte über die Ereignisse des „3. Reiches“, insbesondere um die „jüdische Vergangenheit“ geht. Meist kommt diese Äußerung aber von Menschen, die in der Schule wenig von diesem Teil unserer Vergangenheit gehört haben und… Nachdenkliches zur Einführung weiterlesen

Obst- und Gartenbauverein Alsfeld — Vereinsgeschichte – von der Gründung bis heute

Von Heinz Pötz, Alsfeld (1995) Grußwort Mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit feiert der Alsfelder Obst- und Gartenbauverein am 7. und 8. Oktober 1995 seinen 100. Geburtstag. Grund zur Freude vor allem deshalb, weil sich aus den 43 Mitgliedern im Gründungsjahr 1895 inzwischen ein stattlicher Verein mit über 500 Mitgliedern entwickelt hat. Anstoß zur Vereinsgründung… Obst- und Gartenbauverein Alsfeld — Vereinsgeschichte – von der Gründung bis heute weiterlesen

Otto Diehl — Zur Erinnerung an den Pädagogen und Heimatforscher

Von Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) In diesem Band [01] über den Stadtteil Altenburg wird eines Mannes gedacht, der viele Schülergenerationen unterrichtet, am öffentlichen Leben regen Anteil genommen und sich vor allem mit der Geschichte Altenburgs befasst hat: Otto Diehl, geboren am 18. September 1900 in Alsfeld, verstorben am 19. September 1984 in Alsfeld, einen Tag… Otto Diehl — Zur Erinnerung an den Pädagogen und Heimatforscher weiterlesen

Pfingsttag in der Schwalm

Von Frieda Bücking, Alsfeld (1926) Nie, deucht mir, ist ein Pfingsttag ins Land gekommen, wie heute. Es leuchtet über den Fluren, jubelt in den Lüften, duftet aus blühenden Wiesen. Bis zu den Höhen des Knüllgebirges und des hessischen Hügellandes, die fern im blauen Dunst verschwinden, dehnen sich die Felder in der welligen Ebene. Fruchtgesegnet, das… Pfingsttag in der Schwalm weiterlesen

Radfahrer-Club „Brabant 1900 Alsfeld“

Von Michael Rudolf, Alsfeld (1993) „Radfahrer, welche geneigt sind, einer zweiten am hiesigen Platz begründet werdenden Radfahrer-Vereinigung beizutreten, sind höflichst gebeten, Mittwoch, den 28. des Monats, abends 8 1/2 Uhr, im oberen Lokal des Mainzer Hof dahier sich einfinden zu wollen.“ [01] Mit dieser Anzeige warben begeisterte Radfahrer am 27. November des Jahres 1900 in… Radfahrer-Club „Brabant 1900 Alsfeld“ weiterlesen

Rathaus-Chronologie

Von Axel Haltenhof, Alsfeld (2024) 1069Erste Namensnennung von Alsfeld als „adelesfelt“ in einer Fuldaer Kaiserurkunde (HStAM). 1231Erster urkundlicher Nachweis Alsfelds als Stadt. 1341Erster urkundlich bezeugter Bürgermeister Alsfelds (ohne Namensnennung). 1386Altes Vorgänger-Rathaus wird im Rechnungsbuch der Stadt erwähnt. [Jäkel, 1986, S. 136] 1512Baubeginn des heutigen Rathauses mit Entstehung des „Steinernen Fußes“. [Becker, 1912, S. 93] 128… Rathaus-Chronologie weiterlesen

Reibertenrod (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Reibertenrod (261 m ü. NN) liegt an dem von Leusel kommenden Wasserlauf (Erlenbach) etwa 2 km nördlich von Alsfeld. Es ist ein kleines Dorf, dessen Kern, wie die Überlieferung will, aus drei Hofreiten bestand, die durch Teilung eines großen Gutes entstanden. Schon im Mittelalter gehörte das Dorf kirchlich und… Reibertenrod (1965) weiterlesen

Reibertenrod (1997)

Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Nächst Alsfeld liegt das kleine Dorf Reibertenrod, das zahlreiche große Bauernhöfe und hübsche Fachwerkhäuser aufzuweisen hat. Wie die Überlieferung will, bestand die Siedlung in ihrem Kern aus drei Hofreiten, die durch Teilung eines großen Gutes entstanden sind. Schon im Mittelalter war Reibertenrod kirchlich und gerichtlich mit Alsfeld verbunden. Die alte… Reibertenrod (1997) weiterlesen

Robert Hoffmann — Eine Würdigung des Erretters des Alsfelder Rathauses

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1968) Wiederholt ist der Name des Kreisrates Hoffmann erwähnt worden, wenn über die glückliche Erhaltung des Rathauses von Alsfeld in den Jahren 1878 bis 1889 berichtet wurde [1]. Leider war seither weder ein Bild von ihm bekannt, noch ist seiner Persönlichkeit gedacht worden. Zwar hat die Stadt Alsfeld in Anerkennung… Robert Hoffmann — Eine Würdigung des Erretters des Alsfelder Rathauses weiterlesen

Schwabenrod (1965)

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1965) Nördlich von Alsfeld, auf der Nordseite des Erlenbachs, findet man Schwabenrod (247 m über N.N.). Als Swabenrade gehörte es im 15. Jahrhundert zum Kirchengebiet von Alsfeld. Ein älteres Gotteshaus wurde 1754/55 abgerissen und durch das jetzige ersetzt. Schwabenrod ist ein geschlossenes Haufendorf, besitzt eine 388 ha große Gemarkung, zählt… Schwabenrod (1965) weiterlesen

Schwabenrod (1997)

Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1997) Das 1257 als „Swabenrod“ genannte, vorwiegende Bauerndorf im Tal des von Leusel kommenden Erlenbachs gehörte im 15. Jahrhundert zum Kirchengebiet von Alsfeld und besaß schon in gotischer Zeit eine Kirche, die 1754-1755 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Die Nordwand der alten Kirche blieb bestehen. Die Kirche ist ein… Schwabenrod (1997) weiterlesen

So kam es zur Gründung — 100 Jahre Turnverein Alsfeld 1849 e.V.

Von Wolfgang Kneipp, Alsfeld (1949) Man schrieb das Jahr 1849. In der Paulskirche zu Frankfurt a.M. hielten die Abgeordneten zündende Reden. Ausgezeichnete, geistige und schöpferische Kräfte bemühten sich ergebnislos um ein einheitliches einiges Deutsches Reich. Auch Turnvater Jahn war unter denen, die das Beste wollten. Sehr enttäuscht über den Ausgang der Nationalversammlung entschloss er sich,… So kam es zur Gründung — 100 Jahre Turnverein Alsfeld 1849 e.V. weiterlesen

Stadtgründung und Planlegung

Von Dr. Werner Meyer-Barkhausen, Marburg (1927) Alsfeld scheint um 1231 Stadt geworden zu sein. Villicus und burgenses werden in diesem Jahre urkundlich erwähnt, und das älteste Siegel der Stadt ist neuerdings als Nachbildung des Siegels Konrads von Thüringen vom Jahre 1254 festgestellt worden [01]. Das große Wormser Privileg vom 1. Mai 1251 hatte die Territorialhoheit… Stadtgründung und Planlegung weiterlesen

Stadtjubiläum neun Jahre zu früh gefeiert! — 1231 frühester Stadtgründungsnachweis – Ein Beitrag zur Identität der Stadt Alsfeld

Von Axel Haltenhof, Alsfeld (11.03.2023) Wir „feierfreudigen Alsfelder“1) jubelten neun Jahre zu früh, denn das Fest der Stadtgründung vor 800 Jahren ist erst für das Jahr 2031 zweifelsfrei urkundlich nachweisbar. Wir haben 2022 eine 1922 begonnene Tradition fortgesetzt, die geschichtswissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Wie konnten wir übersehen, dass die vielzitierte Urkunde2) vom 13. März 1222… Stadtjubiläum neun Jahre zu früh gefeiert! — 1231 frühester Stadtgründungsnachweis – Ein Beitrag zur Identität der Stadt Alsfeld weiterlesen

Steinbrüche und Gruben

Von Konrad Kaufmann, Berfa (2007) Der Bechtelsberg ist ein Ausläufer des Vogelsberges, der mit einer Ausdehnung von 2.500 Quadratkilometern als das größte zusammenhängende Basaltgebiet in Europa gilt. Seine Entstehung verdankt er gewaltigen Vulkanausbrüchen vor zwanzig Millionen Jahren. Auf dem Bechtelsberg sind einige kleinere Durchbrüche und Ausbruchsspalten zu erkennen. An der rechten Seite der Straße nach… Steinbrüche und Gruben weiterlesen

Unternehmensgründungen in Alsfeld

(Die Tabelle enthält einige Symbolfotos und -grafiken. – Die Inhalte dieser Chronologie sind noch nichtabschließend geprüft. Für korrigierende Hinweise besten Dank im Voraus!) 1734 Handelshaus BückingGründung durch Hans Jakob Bücking 1812 Tabakfabrik Theodor Köster 1814 Tuchmanufaktur und Maschinenspinnerei Kick und Schwarzspäter, um 1885 Mechanische Weberei und Säcke-Fabrik Fuhr / Fuhr’sche Fabrik, Alsfeld-Altenburg 1833 Oberhessische Zeitung… Unternehmensgründungen in Alsfeld weiterlesen

Urkunde 1231 – Gründungsbeleg der Stadt Alsfeld

. Urkunde 1231 Gründungsbeleg der Stadt Alsfeldaus: C. W. Ledderhose, Kleine Schriften, 3. Band,Marburg, 1789, S. 194-196. VII. Das Kloster Spieskappel ertauscht vomKloster Immichenhain das praedium Hunigerothe(Hüncherode), erkauft auch andere Gütherdaselbst. 1231. (Vom Original.) In nomine sancte et individue Trinitatis: Godefridus etBertoldus comites dicti de Cygenhagen cunctis christifidelibus in perpetuum. Ne tollat factum prescriptio longadierum,… Urkunde 1231 – Gründungsbeleg der Stadt Alsfeld weiterlesen

Vom Marktwesen im alten Alsfeld

Von Karl Dotter, Alsfeld (1929) In alter Zeit, als Handel und Verkehr durch die starren Zunftgesetze stark beeinträchtigt waren, da harte Zunftregeln und überlieferte Zunftvorrechte jeden freien Wettbewerb ausschalteten, hatten die Märkte eine andere Bedeutung als in unserer heutigen Zeit. In der Blütezeit des Zunftwesens boten die Zünfte zwar eine Gewähr für gute, tüchtige Arbeit,… Vom Marktwesen im alten Alsfeld weiterlesen

Von den Fluten mitgerissen. — Oder: Die Entstehung des Naherholungsgebietes der „Erlen“

Von Karl Brodhäcker, Alsfeld (2012) Alsfeld ist nicht nur „Das Tor zur Schwalm“, sondern seit eh und je auch aufs Engste mit ihr verbunden. Praktisch zu Füßen des am Hang liegenden Städtchens war der kleine Fluss hindurch Wasserspender für die Gärten vor den Mauern der Stadt und für die Wiesen in der Aue. Allerdings behinderte… Von den Fluten mitgerissen. — Oder: Die Entstehung des Naherholungsgebietes der „Erlen“ weiterlesen

Wie Alsfeld doch noch zu einem Gymnasium kam – Chronologischer Abriss der Schulgeschichte von 1861 bis 2009

Von Elisabeth Hillebrand und Konrad Rüssel, Alsfeld (2009) Am 8. Januar 1861 wurde in Alsfeld eine Realschule eröffnet, aus der sich die heutige Albert-Schweitzer-Schule entwickelte. Das Bemühen, in Alsfeld neben den Volksschulen eine weiterführende Schule zu erhalten, geht bis in das Jahr 1840 zurück. Als rühriger Verfechter der Schulgründung gilt Gerhard Jakob Ramspeck, der von… Wie Alsfeld doch noch zu einem Gymnasium kam – Chronologischer Abriss der Schulgeschichte von 1861 bis 2009 weiterlesen

Wilde Ehen in Burg-Gemünden

Aus dem Archiv von Gemünden Felda: Ein Bericht der Polizeibehörde von 1861,transkribiert von Hans Wilhelm Henkel Burg-Gemünden den 25.06.1861 Betreff:Wilder Ehen zu Burg-Gemuenden an das Groß. Kreisamt Alsfeld gehorsamster Bericht Neben einer alten schon eine längere Reihe an Jahren dahier bestand einer wilden Ehe, nämlich dem Johannes Ruckelshausen von Rülfenrod und Dorothea Juzi von dahier,… Wilde Ehen in Burg-Gemünden weiterlesen

Zum Geleit.

Geschichts- und Altertumsverein der Stadt Alsfeld / Von Karl Dotter (Schriftleiter ), Alsfeld (1933) „Seit dem Erscheinen der letzten Nummer der „Mitteilungen des Geschichts- und Altertumsvereins der Stadt Alsfeld“ hat sich in unserem Vaterlande eine bedeutsame Umwälzung vollzogen. An die Stelle einer unfähigen, marxistisch-international eingestellten Regierung ist mit dem Willen unseres allverehrten Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von… Zum Geleit. weiterlesen

Zur Baugeschichte der Walpurgiskirche

Von Paul Frankl (1902) Es gibt zwei Wege, um das Alter und die Geschichte eines Bauwerks festzustellen. Entweder lässt man sich von Inschriften, Urkunden, Chroniken, also von geschriebener Überlieferung die Gründung, Vollendung, die späteren Veränderungen durch Um- und Anbauten, Beschädigungen und Renovationen erzählen, oder man sucht durch Vergleich mit anderen historisch schon festgestellten Bauten und… Zur Baugeschichte der Walpurgiskirche weiterlesen

Zur Baugeschichte der Walpurgiskirche in Alsfeld

Von Karl Dotter, Alsfeld (1931) In Nr. 3 der ersten Reihe unserer Mitteilungen vom Jahre 1902 hat Paul Frankl eine lehrreiche Abhandlung zur Baugeschichte der Walpurgiskirche geschrieben. Spätere Kunsthistoriker und Architekten haben der geschichtlichen Entwicklung der Kirche ihre Aufmerksamkeit gewidmet und wertvolle Beiträge dazu geliefert. Von besonderem Werte sind die von Baurat Friedrich Kuhlmann und… Zur Baugeschichte der Walpurgiskirche in Alsfeld weiterlesen

Zur Geschichte der Alsfelder Lateinschule 1270 bis 1837

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1986) Die Alsfelder Lateinschule vor der Reformation Mit dem Entstehen der Städte im Mittelalter und dem Herausbilden des Bürgertums, das durch seinen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg Träger der Selbstverwaltung wurde, wurden Stadt und Bürger zugleich auch Träger der Bildung und Kultur. Das geschah in Alsfeld, nachdem sich in der Zeit… Zur Geschichte der Alsfelder Lateinschule 1270 bis 1837 weiterlesen

Zur Geschichte der Stadt Alsfeld

Von Prof. Dr. Eduard Decker, Alsfeld (1922) Die Siebenhundertjahr-Feier der Stadt Alsfeld lenkt naturgemäß den Blick zurück auf die Geschichte der Stadt. Eine Geschichte der Stadt Alsfeld muss freilich noch geschrieben werden. Sie wird einen stattlichen Band füllen. Denn abgesehen von dem Stoff, der bereits in zahlreichen Veröffentlichungen gedruckt vorliegt [01], harren allein im Alsfelder… Zur Geschichte der Stadt Alsfeld weiterlesen

Zur Geschichte der Stadt Alsfeld (Zwei Teile)

Von Prof. Dr. Wilhelm Gottlieb Soldan, Gießen (1861/1862) Prof. Dr. Wilhelm Gottlieb Soldan geboren 17.05.1803 in Alsfeldgestorben 17.01.1869 in Gießen Zur Geschichte der Stadt Alsfeld – Teil I. (1861)Download Teil I. als pdf-Dokument (55 Seiten) Zur Geschichte der Stadt Alsfeld – Teil II. (1862)Download Teil II. als pdf-Dokument (57 Seiten) Bildquelle:Hessische Abgeordnete 1820-1933, Darmstadt 2008,… Zur Geschichte der Stadt Alsfeld (Zwei Teile) weiterlesen

Zur Geschichte des Beinhauses in Alsfeld

Von Dr. Norbert Hansen, Alsfeld (2018) Vorbemerkung Zu Alsfelds wichtigen historischen Gebäuden gehört zweifelsohne auch das frühere Beinhaus am Kirchplatz hinter der Walpurgiskirche. Sein Äußeres erinnert an eine gotische Kapelle und die in Stein gehauene Zahl 1510 über der Eingangstür dokumentiert das Alter des Hauses. [Abb. 1] Ob es sich dabei um das Jahr eines… Zur Geschichte des Beinhauses in Alsfeld weiterlesen

Zur Geschichte des Dorfes Heidelbach

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1995) Einführung Die letzte Gemeinde des Altkreises Alsfeld, die an der Schwalm liegt, bevor diese das Kreisgebiet verlässt, ist das stattliche Dorf Heidelbach, seit der Gebietsreform 1972 ein Stadtteil von Alsfeld im Vogelsbergkreis. Das Tal der Schwalm, die bei Heidelbach zwischen den Ausläufern hessischer Mittelgebirge, der mittelhessischen Buntsandsteintafel und dem… Zur Geschichte des Dorfes Heidelbach weiterlesen

Zur Geschichte des Obst- und Gartenbauvereins 1895 Alsfeld — ANNO DOMINI 1895 bis heute

Von Rita Balada, Alsfeld (2024) Im Gründungsjahr 1895 haben sich 43 Bürger zusammengefunden, um die Weiterentwicklung und vor allem die Intensivierung des Obst- und Gartenbaues voranzutreiben. Anstoß zur Vereinsgründung am 23. November war die große Obst- und Gemüseausstellung des „Oberhessischen Obstbauvereins“ im Oktober 1893 in Alsfeld im Saal des Hotel-Restaurants „Deutscher Kaiser“. Sortenwahl und rationelle… Zur Geschichte des Obst- und Gartenbauvereins 1895 Alsfeld — ANNO DOMINI 1895 bis heute weiterlesen

Zur Geschichte Liederbachs

Von Dr. Herbert Jäkel, Alsfeld (1994) Lage und Landschaft Das Dorf Liederbach – seit der Gebietsreform 1972 ein Stadtteil von Alsfeld – liegt südwestlich der Stadt nur wenige Kilometer entfernt, 295 m ü.d.M. und zählt 533 Einwohner (Juli 1993). Das locker bebaute Haufendorf, das seit jeher auf eine eigene Kirche im Dorfzentrum verzichten musste, ist… Zur Geschichte Liederbachs weiterlesen